Wirksame Lagerprozesse mit dem Paulus-Lager

Der profitable Regie-Betrieb

Für eine Wohnungsbaugesellschaft mag es fast unmöglich scheinen, alle Gewerke des Bauhandwerks zur Instandhaltung der Wohnungen optimal zu verwalten. Deshalb ist das übliche Zentrallager aller Gewerke oft chaotisch bis gar nicht organisiert. Das macht es aber häufig unrentabel. Aber das geht auch anders.

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Die Ursache für ein unorganisiertes Lager ist häufig ein Mangel an einfachen, standardisierten Prozessen. Bild: Paulus-Lager
Die Ursache für ein unorganisiertes Lager ist häufig ein Mangel an einfachen, standardisierten Prozessen. Bild: Paulus-Lager

Dank des Paulus-Lagers gibt es Wege, die Lagerprozesse im Bauhandwerk zu optimieren und in einen profitablen Prozess zu überführen. „Ich habe ein System entwickelt, welches das Lager eines jeden Bauhandwerksbetriebs innerhalb von sechs Monaten verbessert und für große Einsparungen und ein viel angenehmeres Arbeitsklima sorgt. Das funktioniert erst recht für Lager mit mehreren Gewerken“, erklärt Doris Paulus, Geschäftsführerin der Paulus-Lager GmbH.

Die Diplom-Ingenieurin (Fachrichtung Architektur) optimiert seit 19 Jahren Lager aus allen Gewerken von Bauhandwerksbetrieben im Innenausbau. Sie geht in die Betriebe, analysiert die Situation und entwickelt ein Konzept mit Investitionsvorschlag für das optimale Lager. In Schulungen werden alle Mitarbeitenden einbezogen, um die Lagerprozesse neu zu definieren und bestehende Schwierigkeiten aufzulösen. Auf dieser Basis erstellt Paulus auch Wohnungsbaugesellschaften eine zu ihren Lagerprozessen passende Lagerplanung. Anschließend wird das Lager mit der Paulus-Lager GmbH gemeinsam umgebaut. Im letzten Schritt betreut die Lagerexpertin die Inbetriebnahme und übergibt die Betriebsanleitung für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Lagers.

Das Lager wird von nun an autark gesteuert, es gibt keine Folgekosten für den Betreiber. Einzig Wartungstermine, die alle zwei Jahre stattfinden können, werden empfohlen.

Enormes Einsparpotenzial im Handwerkerlager

Laut Untersuchungen einer SHK Fachzeitung wurde festgestellt, dass ein Mitarbeitender im Schnitt pro Tag 45 Minuten Beschaffungsaufwand hat. Dabei sind die Suchzeiten, die der Beschaffungsfahrt vorausgehen und bei denen das Team mitgeholfen hat, das fehlende Teil zu finden, nicht miteingerechnet. Das bedeutet: Bei einem üblichen Stundensatz von 55 Euro werden pro Mitarbeitenden rund 9.000 Euro jedes Jahr verschwendet. Auf einen Betrieb mit zehn Facharbeitern gerechnet ergibt sich ein Einsparpotential von 90.000 Euro pro Jahr. Die Kosten für die Umstellung auf ein Paulus-Lager machen sich damit in wenigen Monaten von selbst bezahlt.

Einfache Umstellung

Die gesamte Materialwirtschaft sowie alle Bestell- und Liefervorgänge werden auf einfache Weise transparent gemacht. Die Mitarbeitenden steuern und kontrollieren alle Prozesse wie Warenannahme und Wareneingangsprüfung selbst. Mit Scanner-Materialkarten, auf denen die minimale und maximale Lagermenge pro Artikel vermerkt sind, lösen sie eigenverantwortlich die Bestellungen aus. Die Bestellung selbst wird durch den Einkauf oder die Verwaltung durchgeführt.

Diese bestellen nur noch an zwei fest definierten Tagen das benötigte Material. Der Scanvorgang am Regal sorgt dafür, dass das Material auf ein Kundendienstfahrzeug gebucht wird, von wo aus es auf die Wohnung gebucht wird.

Verstirbt ein Mieter stellen sich viele Fragen. Wird das Mietverhältnis mit einer anderen Person fortgesetzt? Wer zahlt mir meine Miete? Was ist mit den Nebenkosten? Kann ich kündigen? Wenn ja, was muss ich beachten? Wer räumt die Wohnung aus, wenn das...

Damit sinken der Arbeitsaufwand an der Warenannahme und die Anzahl der Bestellvorgänge in der Verwaltung. Der gesamte Einkauf wird also effektiver. Für jeden Artikel gibt es einen festen Lagerort. Suchzeiten und fehlende Standardartikel gehören damit der Vergangenheit an. Die Anzahl der fertiggestellten Kundendienstaufträge steigt enorm und damit die Profitabilität des Gesamtbetriebs.

Das Paulus-Lager ist eine durchdachte Kombination aus Standardmaterial und Kommissionsmaterial. Beide Materialströme werden sinnvoll verknüpft, damit im Betrieb der Aufwand sinkt. Die Funktionsweise ist simpel und effektiv: Für jeden Artikel gibt es einen festen Lagerort, Suchzeiten fallen weg und feste Mengen sorgen für eine stehende Inventur.

Laut Paulus kann bei der Umstellung eine Steigerung der Produktivität um 10 bis 20 Prozent eintreten. Außerdem erhöht sich die Reaktionszeit und Lieferfähigkeit gegenüber den Mietern. Nicht zuletzt sind Zeitgewinn und Entlastung für die Projektleiter zu nennen. Denn durch die neue Struktur entfallen viele zeit- und nervenraubende Tätigkeiten und die Arbeit macht wieder Spaß. Erfolg stellt sich ein.

Quelle: Paulus-Lager GmbH

Doris Paulus

Doris Paulus
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Artikel Der profitable Regie-Betrieb
Seite 45
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