Volvo Technik-Center

Die Bauhaus-Idee in Stahl verwirklicht

Der Architekt Peter Mohr von der MSX International GmbH möchte Architektur industrialisierter, effizienter und qualitätsvoller betreiben können. Das neue Technik-Center von Volvo in Dietzenbach hat er daher mit vorgefertigten Modulen aus Stahl errichten lassen. Im Ergebnis erkennt er Anklänge an das Bauhaus.
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Für die Verkleidung des Gebäudes wurden metallisch anmutende HPL-Fassadenplatten (High Pressure Laminate) ausgewählt. Die Holz-Portale in geölter Eiche stehen zu der technisch anmutenden Gebäudehülle in reizvollem Kontrast. Bild: Alho Holding GmbH
Für die Verkleidung des Gebäudes wurden metallisch anmutende HPL-Fassadenplatten (High Pressure Laminate) ausgewählt. Die Holz-Portale in geölter Eiche stehen zu der technisch anmutenden Gebäudehülle in reizvollem Kontrast. Bild: Alho Holding GmbH

Als Volvo 2017 seinen strategisch günstigen Standort im hessischen Dietzenbach auszubauen plante, beschäftigte sich Architekt Mohr zum ersten Mal nicht nur theoretisch mit dem Bauen mit Raummodulen. Für die Realisierung seines Entwurfs des neuen „Volvo Car Group Competence Centers“ – einem technischen Servicecenter für insgesamt 180 Mitarbeiter – machte er sich auf die Suche nach einer zeitgemäßen, dauerhaften Modulbauweise, die zum Wesen von Volvo passen sollte. Dabei stieß er auf den Stahlmodul-Hersteller ALHO.

Rund 80 Meter lang und 27 Meter breit ist das Gebäude, das aus insgesamt 90 Raummodulen besteht. Diese wurden im ALHO Werk in Morsbach nach den Plänen des Architekten vorgefertigt. Nur zweieinhalb Wochen dauerte die Montage der Module vor Ort – aufgeteilt in zwei Montageabschnitte. Bereits dreieinhalb Monate später konnte das Gebäude dem Bauherrn übergeben werden.

Statisch ist der zweigeschossige Bau für die Aufstockung um ein weiteres Geschoss gleicher Nutzung ausgelegt. EG und OG sind dabei in weiten Teilen identisch aufgebaut. Im Competence-Center sollen nicht nur sämtliche technische Trainings für die deutsche Handelsorganisation, die derzeit 245 Verkaufsstandorte und 81 Servicewerkstätten umfasst, abgehalten werden, sondern auch die Unterstützung von 17 internationalen Standorten mit einer 24-Stunden Service Hotline erfolgen.

Funktionale Ästhetik, bauphysikalische Qualität

Thomas Weber, Geschäftsführer der Volvo-Immobiliengesellschaft AGS, fasst zusammen: „Der Neubau ist sehr gelungen und zeigt genau das, was wir uns wünschten: Architektur ohne Effekthascherei, die dem Anspruch von Volvo an eine zukunftsfähige Immobilie gerecht wird.“ Für die Fassadenverkleidung des Gebäudes haben die Planer metallisch anmutende HPL-Platten (High Pressure Laminate) ausgewählt. „Mit der Farbwahl und dem exakten Fugenbild gibt die Fassade dem Gebäude genau die ästhetisch zeitlose Anmutung, die wir uns wünschten“, sagt Thomas Weber. „Insgesamt hat das Modulgebäude eine hohe gestalterische wie bauliche Qualität. Sowohl die Module selbst, als auch die Ausbaudetails sind sehr hochwertig gefertigt“, bestätigt er.

Tatsächlich leisten ALHO Module mit ihren doppelt beplankten Wänden nicht nur guten Wärmeschutz, sondern sorgen auch für besten Schallschutz und gute Innenraumakustik. Und die ist in einem Open Space-Servicecenter mit hohem Telefonkontakt von ganz besonderer Bedeutung. „Die bauphysikalischen Werte, die ALHO gerade in diesen Bereichen bieten kann, sind wirklich außerordentlich“, so das Fazit von Mohr und Weber. „Die allgemeine Qualität sowie die Ruhe- bzw. „Anti-Lärm-Qualität“ in den Räumen spürt jeder sofort.“ (Red.)

Redaktion (allg.)

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