Home Office im Quartier

Ministerium und vdw gründen „Smart-Living-Cluster“

Das Landeswirtschaftsministerium und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (vdw) haben ein „Smart-Living-Cluster“ gegründet.
1105
Dr. Susanne Schmitt, Verbandsdirektorin VDW Niedersachsen Bremen Bild: VdW Niedersachsen Bremen
Dr. Susanne Schmitt, Verbandsdirektorin VDW Niedersachsen Bremen Bild: VdW Niedersachsen Bremen

„Mit dem Smart-Living-Cluster wollen wir zeigen, dass die Wohnungswirtschaft ein maßgeblicher Treiber von Digitalisierung ist“, sagt vdw-Verbandsdirektorin Susanne Schmitt. Ziel des Clusters sei es, bestehendes Wissen zu bündeln und Anforderungen an digitale Anwendungen in der Wohnungswirtschaft zu formulieren. Dafür befassen sich vier Arbeitsgruppen mit den Themen Gebäudetechnik/Building Information Modeling (BIM), rechtliche Fragen, Arbeit/Wohnen sowie Gesundheit und Wohnen (Ambient Assisted Living, AAL). Alle Arbeitsgruppen haben bereits Projektskizzen verfasst, die nun konkret umgesetzt werden können. Gemeinschaftliche Arbeitsplätze („Coworking“-Büros), offene Werkstätten („Maker Spaces“) und andere Arten von Räumen zur kreativen Zusammenarbeit gelten als urbane Erscheinungen. Tatsächlich sei das Thema Coworking („kollaboratives Zusammenarbeiten“) aufgrund von Corona auch in ländlichen Räumen besonders aktuell. Aus diesem Grund haben die Unternehmen meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH und Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG ein Konzept dazu erarbeitet. Dieses sehe vor, dass hochwertige Büroarbeitsplätze von Quartiersbewohnern nach Bedarf für Stunden oder Tage gemietet werden können. Dadurch werde Homeoffice im Quartier entsprechend der gesetzlichen Anforderungen ermöglicht. Durch die geteilten Flächen müssten Arbeitnehmer kein zusätzliches Arbeitszimmer in ihrer Wohnung einrichten. Das spare Miete und ermögliche dennoch ein Arbeiten von zu Hause, auch für Mieter kleinerer Wohnungen. Die Attraktivität des Quartiers werde gesteigert und CO2 vermieden, wenn lange Fahrten ins Büro entfallen. (Red.)

Redaktion (allg.)

AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen346.14 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Ministerium und vdw gründen „Smart-Living-Cluster“
Seite 9
8.10.2019
Bund-Länder-Kommission legt Reformvorschläge vor
Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat seit Juni 2018 den Reformbedarf des Wohnungseigentumsgesetzes geprüft. Jetzt wurde der Abschlussbericht vorgestellt, der als Grundlage für einen Gesetzentwurf dient...
8.11.2019
Massenreduktion und Ressourceneinsparung
Beim Bau einer gemischten Gewerbe- und Wohnimmobilie werden Hohlkörper aus recyceltem Kunststoff in Betondecken eingelassen. Das macht die Baukörper um 1.600 Tonnen leichter und verringert die CO2...
1.6.2021
Zeitgemäße Energieinfrastruktur
Wie fühlt sich moderne Nachbarschaft an? Henner Frevel hat gemeinsam mit dem Energiedienstleister EWE das „Quartier am Wald“ in Worpswede entworfen – mit Glasfaserleitungen, Ladestationen für E-Autos...
5.12.2019
GdW-Studie zeigt zunehmende soziale Spaltung in vielen Quartieren
In vielen Mietwohnquartieren nimmt die Segregation zu. Senioren, arme Menschen und Einwanderer konzentrieren sich auf bestimmte Viertel. Wohnungsunternehmen registrieren verstärkt Konflikte bis hin...
8.10.2019
Schwalbenschwanz-Grat statt Leim
Inmitten von Stuttgart hat eine Baugemeinschaft ihr neues Zuhause in Massivholzbauweise errichten lassen. Dabei weiß nicht nur die klimaneutrale Ausführung zu überzeugen.
4.2.2020
Das Energiesprong-Konzept: Fließbandprinzip für die Bauwirtschaft
Gebäudewärme hat einen hohen Anteil am Gesamtenergieverbrauch – in Deutschland etwa 35 Prozent. Die Dekarbonisierung des Wohnungsbestands ist dringend notwendig, aber Sanierungen sind mit hohen Kosten...