NRW-Landesregierung prämiert Plusenergie-Häuser
Das Projekt war das fünfte von 22 landesweit ausgezeichneten Neubau- bzw. Modernisierungsprojekten. Die Auszeichnung ist Teil der Landesinitiative „KlimaQuartier.NRW“, die vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde. Mit dem Programm sollen klimafreundliche und energetisch zukunftsfähige Wohnquartiere sichtbar gemacht und der Umbau des Gebäudesektors aktiv unterstützt werden. Hintergrund ist der hohe Energiebedarf dieses Sektors: Laut Angaben des Ministeriums macht er rund 35 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland aus.
Quartiersentwicklung in Renninghausen
Das Neubauquartier „Ewige Teufe“ wurde von 2022 bis 2024 realisiert. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Postwelters + Partner mbB und umfasst fünf Wohngebäude im Passivhausstandard.
Auf einer Grundstücksfläche von rund 3.000 Quadratmetern wurden 37 Wohnungen errichtet, die energetisch und architektonisch den heutigen Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen entsprechen. Durch die Umsetzung eines umfassenden Energiekonzepts konnte ein nahezu klimaneutraler Gebäudebetrieb realisiert werden.
Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate begleitet das Programm „KlimaQuartier.NRW“ fachlich. Ihr Geschäftsführer Christian Mildenberger sagt: „Klimaneutralität ist mehr als ein Ziel – sie erfordert große Anstrengungen der Wohnungswirtschaft, sowohl beim Gebäudebau als auch bei der Wärmeversorgung, birgt aber auch enorme Chancen für stabile Warmmieten und ein gutes Raumklima. Mit dem Projekt ‚Ewige Teufe‘ zeigt die Spar- und Bauverein eG, wie ambitionierte Klimaziele auch in einem dicht bebauten urbanen Umfeld realisiert werden können – und dabei soziale Verantwortung zu bezahlbarem Wohnraum, gelebter Nachbarschaft und nachhaltiger Lebensqualität für alle Generationen führen.“
Zentrale Bestandteile des Energiekonzepts sind:
- Monolithische Außenwände, die ohne zusätzliche Dämmung für ein optimales Raumklima sorgen.
- Begrünte Dachflächen, die zur Wärmedämmung beitragen und das Mikroklima im Quartier verbessern.
- Photovoltaikanlagen auf allen Dächern, die Strom aus Sonnenenergie erzeugen.
- Luftwärmepumpen, die emissionsarm für Heizung und Warmwasser sorgen.
- NaWoh-Zertifizierung im Prüfprozess (Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau).
In der Jahresbilanz erzeugt das Quartier mehr Energie, als es verbraucht – ein Beispiel für die Umsetzung des Prinzips des „Energieplushauses“ im Geschosswohnungsbau.
Im Rahmen dieser Initiative werden sowohl Neubauten als auch Bestandsprojekte berücksichtigt, die durch einen besonders sparsamen Energieeinsatz, die Nutzung erneuerbarer Energien und umfassende Nachhaltigkeitskonzepte überzeugen. Neben den technischen Aspekten werden auch soziale und städtebauliche Gesichtspunkte einbezogen.
Klimaschutz durch genossenschaftliches Bauen
Für die Spar- und Bauverein eG Dortmund ist das Projekt Teil einer langfristigen Strategie zur klimagerechten Stadtentwicklung. Bereits in der Planungsphase wurden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt – ein zentrales Prinzip genossenschaftlichen Bauens. Die Anerkennung durch das Land NRW versteht die Genossenschaft auch als Bestätigung für ihr Engagement im Bereich des nachhaltigen Wohnungsbaus. (Red.)
Redaktion (allg.)
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