Für dieses Großsanierungsprojekt mit dem Namen „Wohnen an den Gärten“ seien allein 7,6 Millionen Euro eingeplant. In der Lübbenauer Robert-Schumann-Straße entstehen in Plattenbauten 58 Wohneinheiten, als Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 80 Quadratmetern. „Das Projekt ist eine Weiterentwicklung unserer Seniorenwohnungen im Spreewaldhaus am Roten Platz und im ‚Gepflegt Wohnen‘ in der Straße der Freundschaft“, verrät WIS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Geplant sind ein Neubau mit Tagespflege und Concierge, die von der AWO betrieben werden sowie ein Gemeinschaftsraum. Alle fünf Hauseingänge erhalten je einen Aufzug und machen die Wohnanlage mit ebenerdigen Zugängen und entsprechenden Grundrissen barrierefrei. „Wir möchten für die vorwiegend älteren Mieter Grundlagen für altersunterstützende, technische Hilfsmittel legen und werden die Häuser daher für eine etwaige, individuelle W-LAN-Nutzung vorrüsten“, so der WIS-Chef. Zudem legt der Vermieter viel Wert auf Sicherheit: Das ganze Wohnensemble werde eingefriedet, um eine gewisse Privatsphäre zu schaffen. Zudem werde es spezielle Schließsysteme und visuelle Gegensprechanlagen geben. Intelligente Herdabschalter schützen vor Gefahren, die ein vergessener Topf auf der Kochstelle berge. Außerdem werden kleine Lichtkonzepte den nächtlichen Gang ins Bad sicherer machen. Interessenten für die neuen Wohnungen gebe es schon lange. Fertigstellung und Einzug seien für März 2021 geplant. Der Mietzins liege zwischen 4,90 Euro und 6,10 Euro pro Quadratmeter. Für einige Wohnungen müsse ein Wohnberechtigungsschein vorgelegt werden. Das sei aufgrund einer Förderung durch die ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg vorgeschrieben.
Inzwischen sind auf der Baustelle in der Schumann-Straße Leitungen für Wasser, Elektrik, Heizungs- und Sanitäreinrichtungen verlegt. „Im ersten Haus sind die Grundrisse bereits zu erkennen, Ende Februar sollte Estrich eingebaut sein, anschließend können Fliesenleger, Maler und Fußbodenleger ihre Arbeiten ausführen“, erzählt WIS-Projektleiterin Annett Merting.
Seniorenwohnungen entstehen auch durch Neubauten
Im Rahmen des zweiten großen Bauprojektes der WIS entstehen in Altdöbern ebenfalls seniorengerechte Wohnungen mit einem Bauvolumen in Höhe von 3,5 Millionen Euro. „Sie werden barrierefrei und per Aufzug zugänglich sein“, berichtet Annett Merting. Derzeit laufen das Bauantragsverfahren sowie die erforderlichen Baugrund- und Baustoffuntersuchungen. „Die sind nötig, um Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit zu erlangen.“ Voraussichtlicher Baubeginn sei im Sommer dieses Jahres.
„Für Altdöbern ist dieses Projekt bedeutend, denn die Nachfrage nach Wohnungen mit Aufzug ist da“, so Michael Jakobs. Während die WIS in Lübbenau bereits 528 Wohneinheiten mit Aufzug hat, gibt es diese in Altdöbern bislang nicht. „Das hängt mit dem Zeitpunkt der Sanierungen der Gebäude zusammen. In Altdöbern waren wir nach der Wende sehr schnell und hatten bis zum Jahr 2000 nahezu alle Häuser unseres dortigen Bestandes grundsaniert und dementsprechend einen geringen Leerstand zu verzeichnen“, erklärt Michael Jakobs. In Lübbenau erfolgten die Sanierungen erst später. Leerzüge ganzer Wohnhäuser machten hier Komplettsanierungen, inklusive Einbau von Aufzügen möglich.
Redaktion (allg.)
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