Planen und Bauen

Rohstoff-Datenbanken und Gebäudematerial-Pässe nutzen!

Wohnungsunternehmen stehen vor einem Dilemma: Sie sollen recyclingfähig bauen, doch dazu fehlen Planungsinstrumente. Zudem sind sie gefordert, in Bestandsbauten eingesetzte Materialien zukünftig wiederzuverwenden, ohne zu wissen, ob dies wirtschaftlich ist. Zwei Forschungsprojekte zeigen Lösungswege aus der Misere. Überdies kann der Gebäudematerialpass ein Mittel gegen die steigende Bauabfallflut sein.

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Jährlich fallen rund 230 Millionen Tonnen Bauabfälle an, womit der Bausektor der größte Müllverursacher in Deutschland ist. Bild: Dagmar Hotze
Jährlich fallen rund 230 Millionen Tonnen Bauabfälle an, womit der Bausektor der größte Müllverursacher in Deutschland ist. Bild: Dagmar Hotze

Die Situation ist paradox: Während die Preise für Baumaterialien steigen – seit Januar 2021 haben sich Betonstahlmatten um 70 Prozent, Dämmplatten um 38 Prozent und Bauholz um 60 Prozent verteuert –, türmen sich die Berge von Bau- und Abbruchabfällen immer höher auf. Mit rund 230 Millionen Tonnen pro Jahr ist der Bausektor der größte Müllverursacher in Deutschland. Weil ortsnahe Deponien oftmals keine Kapazitäten mehr haben, fahren Entsorgungsunternehmen mitunter kilometerweit, um die baulichen Hinterlassenschaften loszuwerden. Nicht selten landen Bauabfälle illegal im Restmüll oder in der Landschaft.

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Dagmar Hotze

Dagmar Hotze

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Artikel Rohstoff-Datenbanken und Gebäudematerial-Pässe nutzen!
Seite 30 bis 33
6.11.2020
Bauschutt
Schwindende Rohstoffe, knapper werdende Deponieräume und ein wirksamer Klimaschutz machen es zwingend notwendig, den Materialeinsatz im Bauwesen neu zu denken. Die Circular Economy und das Prinzip...
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