Sanierung

Salpeter an Häusern gefährdet Bausubstanz

Jeder hat es schon einmal gesehen: Salpeter oder "baustoffschädliche Salze", die zu hässlichen Putz- und Farbabplatzungen an Gebäuden, aber auch zu langfristigen Schäden im Mauerwerk führen. Oft ist Salpeter die Folge von Feuchteschäden, die entstehen, weil viele Häuser nur unzureichend abgedichtet sind. Die genauen Schwachstellen müssen also gefunden und beseitigt werden.

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Schadensbild an einer Hausfassade: Salzausblühungen. BILD: ISOTEC
Schadensbild an einer Hausfassade: Salzausblühungen. BILD: ISOTEC

Eine Analyse sollte vor der umfänglichen Sanierung durchgeführt werden: Handelt es sich tatsächlich um Salpeterausblühungen oder um ähnlich aussehenden Schimmelpilz?

Mitunter können Salpeterausblühungen mit einem Schimmelpilzbewuchs verwechselt werden. Salze sind mineralischen Ursprungs und ungiftig, bei Schimmel handelt es sich um eine biologisch gewachsene Substanz. Ein weiterer Unterschied: Sind Salze eher weißlich, können Schimmelpilze unterschiedliche Farben aufweisen. Auch die Folgen beider Substanzen sind verschieden: Salzausblühungen schädigen das Mauerwerk, Schimmel kann darüber hinaus auch noch gesundheitsgefährdend für Menschen werden und Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen.

Durch Ausdehnung sprengen Salzkristalle den Putz von den Wänden

Salpeter kommt meist durch Chloride aus Spritzwasser von befahrenen Straßen, Sulfaten aus saurem Regen und Nitraten aus tierischen Harnstoffen zustande, die dem Mauerwerk zusetzen. Diese Salze können aber auch unentdeckt bereits im Baustoff vorhanden sein. Die mögliche Gefahr für das Mauerwerk durch die unterschiedlichen Salpetersalze hängt entscheidend von ihrer Konzentration im Mauerwerk ab: Bei hohem Versalzungsgrad gerät sogar die Bausubstanz in Gefahr.

Woher kommt die Feuchte?

Ist die Art der Substanz geklärt und stehen Salzausblühungen als Schadensbild fest, sind diese in der Regel ein Indiz für einen aktuellen oder ehemaligen Feuchteschaden. Wichtig ist es, die genaue Ursache zu klären: Woher kommt die Feuchte, die die Salze ins unzureichend abgedichtete Mauerwerk transportiert hat? War es seitlich eindringende oder kapillar von unten aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit? Gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit hilft dann eine fachgerechte Außen- bzw. Innenabdichtung des Mauerwerks, gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit eine Horizontalsperre, sagt Isotec-Experte Thomas Molitor.

Mit Sanierputz auf Nummer sicher gehen

Ist die Ursache des Salpeters identifiziert, durch eine professionelle Abdichtung beseitigt und kommt keine weitere Feuchte mehr nach, beginnt der Austrocknungsprozess des Mauerwerks. Aber: Durch die verbliebene Restfeuchte könnten wieder neue Salzausblühungen entstehen. "Um genau das zu verhindern, wird in der Regel nach der Sanierung ein spezieller Sanierputz aufgebracht", so Isotec-Fachmann Thomas Molitor. Dieser Putz ist wasserabweisend eingestellt und lässt somit die verbliebene Restfeuchte nicht mehr bis zur Wandoberfläche dringen."

Der spezielle Sanierputzsystem verfügt über viele Luftporen. Wenn also die Restfeuchtigkeit im Mauerwerk verdampft, werden die noch verbliebenen Salze ausschließlich in diesen Luftporen auskristallisieren. Die Wandoberfläche bleibt dadurch schadensfrei, Salzausblühungen sind ein für alle Mal passé.

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Quelle: Isotec

 

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