Doppelte Haushaltsführung galt auch nach Kündigung

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Bild: Vaceslav Romanov/stock.adobe.com
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Im Regelfall kann die doppelte Haushaltsführung von Steuerzahlern nur geltend gemacht werden, solange sie an einem Ort außerhalb ihres eigentlichen, familiären Lebensmittelpunktes beruflich tätig sind. Doch ist es auch möglich, noch kurzfristig über den Zeitpunkt der Kündigung hinaus davon zu profitieren. Ein Berufstätiger hatte seinen Lebensmittelpunkt unbestritten in Nordrhein-Westfalen und arbeitete in Berlin. Deswegen kam er in den Genuss der doppelten Haushaltsführung. Später wurde ihm vom Arbeitgeber gekündigt, er beanspruchte aber trotzdem noch für einen Monat die steuerlichen Vorteile. Seine Begründung: Er habe sich in dieser Zeit bei anderen Firmen, unter anderem im Raum Berlin, beworben. Deswegen sei es sinnvoll gewesen, die Wohnung solange noch zu unterhalten. Der Fiskus wollte seinen Argumenten nicht folgen. Das Urteil: Zwar gelte streng genommen keine doppelte Haushaltsführung mehr, aber man könne die Ausgaben für diesen überschießenden Monat als vorweggenommene Werbungskosten betrachten (für den neuen Job). So betrachtete der zuständige Finanzrichter die Rechtslage und ließ zu, dass der Steuerzahler die fraglichen 240 Euro Miete geltend machte.

Finanzgericht Münster

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Urteil vom 12. 06. 2019

Az.: 7 K 57/18

Redaktion (allg.)

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