Nießbrauch

Werbungskosten bei Nutzungsrecht eines Dritten

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Bild: M. Eisinger
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Ein Eigentümer kann Aufwendungen für ein Grundstück, das mit einem lebenslänglichen Nutzungsrecht eines Dritten belastet ist, nicht als vorab entstandene Werbungskosten abziehen. Das gilt zumindest, solange ein Ende der Nutzung durch den Dritten nicht absehbar ist. Ein Geschwisterpaar hatte im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge ein bebautes Grundstück erworben und im Gegenzug drei Personen (den Eltern und einer Tante) einen lebenslänglichen Nießbrauch zugestanden. Einer der Erwerber machte für seinen Teil des Objekts Werbungskosten geltend. Das Finanzgericht wollte dies nicht anerkennen, weil es keine Indizien oder objektive Umstände feststellen konnte, die einen Abzug rechtfertigten. Nach Einschätzung des Gerichts ist Voraussetzung für die Berücksichtigung von Werbungskosten, dass ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird. Das sei hier – da ein Ende der Nutzung durch die Nießbraucher nicht absehbar war – nicht erfolgt.

Bundesfinanzhof

Urteil vom 19.02.2019

Az.: IX R 20/17

Redaktion (allg.)

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