GEWOBA investiert in Klimaschutz und Integration
Bereits seit 2010 können GEWOBA-Mieter mithilfe eines kostenfreien Services ihre Nebenkosten optimieren. Diese Maßnahme leistet einen wichtigen Beitrag zum selbst gesetzten Klimaziel der GEWOBA. Bis zum Jahr 2050 möchte das Bremer Wohnungsunternehmen seine CO2-Emissionen um 80 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Energetisch optimierte Gebäude und eine möglichst nachhaltige Energieversorgung der Wohnhäuser tragen ebenfalls dazu bei.
EnergieSparCheck wird gut angenommen
Schon 3.000 Mieterhaushalte haben am EnergieSparCheck teilgenommen. Sie können durch einen sorgsamen Umgang mit der Energie ihre Nebenkosten senken und Nachzahlungen vermeiden. Das sei die Grundlage für langfristige Mietverhältnisse, meint Thomas Scherbaum, Leiter Immobiliendienstleistungen bei GEWOBA. Für das Wohnungsunternehmen ist die Investition in die Energiekompetenz in vielerlei Hinsicht wichtig. Über ein dauerhaftes Mietverhältnis wird ein gutes Miteinander in den Quartieren angestrebt. Außerdem nimmt die GEWOBA ihre Vorbildfunktion hinsichtlich des Klimaschutzes ernst.
Spar-Initiative für Geflüchtete
Seit 2014 wurden circa 1.500 Wohnungen von der GEWOBA an Geflüchtete vermietet. Hier hat man es sich zur Aufgabe gemacht, die Geflüchteten gleich von Anfang an auf die Herausforderungen durch stetig steigende Energiekosten aufmerksam zu machen. Mit einer eigens dafür ins Leben gerufenen Initiative will man konkrete Maßnahmen zur Einsparung von Wasser, Strom und Energie vermitteln. Sie werden seit 2017 in drei Modulen durchgeführt. So werden Geflüchtete in Übergangswohnheimen bereits auf einen sparsamen Energieverbrauch vorbereitet, bevor sie in eine eigene Wohnung ziehen. Jeden Monat finden zwei Workshops statt. Die Teilnehmer lernen durch Bilder und plakative Grafiken, wie sie effizient heizen, kochen, waschen, spülen, kühlen und Strom sparen. Außerdem steht Informationsmaterial in sieben Sprachen zur Verfügung.
Im zweiten Modul bildet man Multiplikatoren, die selbst einen Migrationshintergrund besitzen. Sie stehen in engem Kontakt zu den Geflüchteten. Muttersprachliche ehemalige Langzeitarbeitslose, helfen zum Beispiel im kommunalen Förderprogramm „Sprinter“ als Sprach- und Integrationslotsen beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen. 2017 wurden 20 solcher Multiplikatoren ausgebildet. Als weitere wichtige Zielgruppe möchte die GEWOBA auch die ehrenamtlichen Betreuer mit ins Boot holen, um sie als Multiplikatoren zu gewinnen.
Im dritten Modul werden die Geflüchteten in ihren neu bezogenen Wohnungen geschult. Der große Vorteil des Projektes ist, dass hier nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Integration im Mittelpunkt steht.











