Sendestart von DVB-T2 HD

Antennenfernsehen wird mächtig aufgerüstet

Das Antennenfernsehen wird am 29. März in weiten Teilen des Landes auf das neue Übertragungsformat DVB-T2 HD umgestellt. Wer keinen Flachbildschirm besitzt oder die sogenannte Set Top Box noch nicht angeschafft hat, wird zum „Schwarzseher“. Von der Umstellung betroffen sind rund 3 Millionen Fernsehzuschauer (9,7 Prozent).

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Weitere Informationen und Umschalttermine unter www.DVB-T2HD.de
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Warum wird umgestellt?

Schon vor rund 15 Jahren wurde das digitale terrestrische Fernsehformat DVB-T eingeführt. Das hatte nur eine begrenzte Ausweitung der Programmvielfalt zur Folge. Die privaten und die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender haben sich mit dem neuen Standard DVB-T2 HD ( DVB-T: Digital Video Broadcasting – Terrestrial) darauf geeinigt, ihre Programme über das Antennenfernsehen künftig nur noch in hochauflösender HD-Qualität zu übertragen. Die bisherigen DVB-T-Signale in digitaler Standardqualität (SD) werden abgeschaltet. Mit der Umstellung des Sendeformates erhöht sich die Zahl der Programme von 30 auf 40 öffentlich-rechtliche und private Programme in Full HD-Qualität.

Wer ist von der Umstellung betroffen?

Unmittelbar betroffen sind nur Fernsehzuschauer, die das Antennenfernsehen aktuell nutzen. Kabel- und Satellitenkunden sowie Haushalte, die das TV über Internet (IPTV oder DSL) empfangen, sind nicht betroffen. Das gilt im Regelfall auch für alle Nutzer einer Gemeinschaftsempfangsanlage; einzige Ausnahme: Für den Gemeinschaftsempfang wird das alte DVB-T Signal genutzt.

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Wer muss wofür zahlen?

Der Übergang zu DVB-T2 HD begann in ausgewählten Ballungsräumen bereits am 31. Mai 2016. In diesen Regionen sind die sechs HD-Programme Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF ohne zusätzliche Gebühren zu sehen. Ab dem 29. März 2017 gilt: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme sind frei und ohne laufende Zusatzkosten auf allen geeigneten Geräten zu empfangen. Die Kosten für die terrestrische Verbreitung werden aus dem Rundfunkbeitrag gedeckt. Der größte Teil der HD-Programme privater Veranstalter sind ausschließlich im Programmpaket von freenet TV gegen eine Jahresgebühr von 69 Euro empfangbar.
In welchen Regionen wird umgestellt?
Die Umstellung erfolgt regionsweise im Zeitraum vom 29. März 2017 bis Mitte 2019. Die Umstellung beginnt in den Ballungsräumen Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern. Ende 2017 sowie im Jahresverlauf 2018 wird dann in den Mittelzentren und im ersten Halbjahr 2019 in weiteren Regionen auf die neue Technik umgestellt.

Welche Zusatzgeräte braucht man?

Der Empfang von DVB-T2 HD setzt ein geeignetes Empfangsgerät voraus. Das kann entweder eine Set-Top-Box sein, mit der „alte“ Fernsehgeräte DVB-T2 HD-fähig gemacht werden, oder aber ein Flachbildfernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2 HD-Empfangsteil. Zur Orientierung für Verbraucher sind geeignete Geräte im Handel mit dem grünen DVB-T2 HD Logo versehen.Bisher für DVB-T genutzte Antennen können in der Regel weiterverwendet werden. Auch beim Kauf von Antennen dient das grüne DVB-T2 HD-Logo zur Orientierung. Fernseher und Receiver, die das grüne DVB-T2 HD-Logo tragen, empfangen alle unverschlüsselten Angebote kostenfrei. Für den Empfang verschlüsselter Programmangebote ist zusätzlich ein CI+Modul des Plattformbetreibers freenet TV erforderlich.

Weitere Informationen und Umschalttermine unter www.DVB-T2HD.de

Redaktion (allg.)

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