Damit nutzen 2030 rund 3,5 Mio. installierte Wärmepumpen 59,0 TWh Umweltenergie für die umweltfreundliche Wärmeversorgung. Verbessern sich die Bedingungen nicht, stiege der Absatz bis 2030 lediglich auf 115.000 verkaufte Wärmepumpen pro Jahr. 2030 wären dann lediglich rund 2 Mio. Wärmepumpen installiert, die rund 34,4 TWh Umweltenergie in Warmwasser und Heizwärme „umwandeln“.
Durch die Einbindung von erneuerbarer Wärme aus Erde, Wasser oder Luft reduzieren Wärmepumpen den Treibhausgas-Ausstoß. So vermeidet jede Wärmepumpe im Durchschnitt knapp 2 t CO2-Äquivalent pro Jahr. Im Zeitraum von 2010 bis 2030 summiert sich die Treibhausgas-Reduktion der installierten Wärmepumpen auf 46,5 Mio. t laut Szenario 1, nach Szenario 2 sparen sie sogar 62,9 Mio. t des Treibhausgases ein.
Wärempumpem speichern überschüssigen Strom als Wärme
Im Vergleich zu fossilen Heizsystemen sparen die 2020 installierten Wärmepumpen bereits je nach Szenario 15,0 bis 19,2 TWh Primärenergie jährlich – das sind pro Wärmepumpe im Durchschnitt rund 13.500 kWh Energieeinsparung. Verglichen mit Ölheizungen würden damit insgesamt rund 1,7 bis 2,1 Mrd. t Öl weniger verbraucht.
Gerade beim zunehmenden Einsatz von fluktuierenden Energiequellen wie Sonne und Wind zur Stromerzeugung wird auch das Potenzial der Wärmepumpe immer bedeutender, überschüssigen Strom temporär in Form von Wärme zu speichern. Durch Speicherung von Wärme können Wärmepumpen bei knapperem Stromangebot ausgeschaltet bleiben, aber dabei weiterhin heizen und das gespeicherte Warmwasser bereitstellen. Damit eignen sie sich hervorragend, um in intelligenten Stromnetzen den Strombedarf dem Angebot anzupassen.
Besteuerung für Wärmepumpen heruntersetzen
Da die Szenarien der BWP-Branchenstudie auf unterschiedlichen politischen Rahmenbedingungen beruhen, hat laut der vorliegenden Studie die Politik der nächsten Jahre einen wesentlichen Einfluss darauf, ob die Wärmepumpe ihr Potenzial für Wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz optimal ausreizen kann. Elementar für die weitere Marktdurchdringung der Wärmepumpe sind die Energiepreise im Wärmemarkt. Derzeit wird der Wärmepumpenstrom mit rund 80 % Steuern und Abgaben belastet, während Erdgas nur 53 % und Erdöl sogar nur 23 % Steuern und Abgaben (jeweils inkl. Netznutzungsentgelte) tragen. Diese ungleiche Belastung steht im Widerspruch zu dem im Energiekonzept verankerten Ziel, die Besteuerung der Energieträger im Wärmemarkt an ökologischen Kriterien auszurichten.














