IVV und BBA laden wieder zur Immobilien-Exkursion ein

13.03.2014

Lärmschutz, kritische Nachbarn, skeptische Politiker - in der Boom-Stadt Berlin gibt es kaum noch Baugrund zu vertretbaren Konditionen. Glücksritter und Spekulanten überbieten bodenständige Investoren. In dieser Situation sollten erfahrene Bauherren den Mut haben, auch schwierige Grundstücke anzupacken.

Auf der einstmals versiegelten Gewerbefläche entstehen 40 Stadthäuser für anspruchsvolle Eigentümer. FOTO: BBT
Auf der einstmals versiegelten Gewerbefläche entstehen 40 Stadthäuser für anspruchsvolle Eigentümer. FOTO: BBT

Die Entwicklung von Baugrund unter schwierigen administrativen und juristischen Bedingungen ist das Thema dieser Immobilien-Exkursion von IVV und BBA am 3. Juni 2014.

Partner: Wir sind zu Gast bei der BBT, die als Tochterunternehmen des BBU (Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.) das komplette Dienstleistungsspektrum der Wohnungswirtschaft abbildet und darüber hinaus eigene Projektentwicklungen plant und durchführt.

Exkursionsziel: In Zehlendorf, zwischen dem Mexikoplatz im Norden und der Potsdamer Chaussee im Süden, lässt BBT auf 18.000 m2 ein neues Wohnquartier errichten. Die Fläche wird eingerahmt von der S-Bahn, gewachsener Wohnbebauung und dem städtischen Betriebshof. Hier entstehen 40 Stadthäuser (13 Gebäudekörper) mit insgesamt 6.753 m2 Wohnfläche. Bis April 2014 sollen sämtliche Rohbauten fertiggestellt sein. Zwischen Juni und Oktober 2014 erfolgen die Übergaben an die Käufer der Häuser.

Ausgangslage: Jahrzehnte lang gehörte das dreieckige Grundstück der Deutschen Bahn. Die Gewerbefläche wurde von Gartenbau- und Tiefbaubetrieben als Lagerfläche genutzt. 80 % der Flächen waren versiegelt. Zwischen Beton, Asphalt und Steinen konnten Bäume und Sträucher wild wuchern.

Administrative Herausforderungen: Der B-Planentwurf des Bezirks Zehlendorf sieht für das zukünftige Wohnquartier Lärmschutzmaßnahmen in Richtung der S-Bahn und – um der „Gefahr der heranrückenden Wohnbebauung“ zu begegnen – auch in Richtung des städtischen Betriebshofes vor. Wegen der Lärmschutzwand hat BBT rund ein Jahr lang mit der Deutschen Bahn verhandelt. Entstanden sind zwei Lärmschutzwände von ca. 330 m Länge. Entlang des Bahngleises mäandriert die Lärmschutzwand um den alten Baumbestand. Eine umfassende Baumfällung kam aus Gründen des Naturschutzes nicht in Frage.

Anderthalb Jahre nahmen die Verhandlungen mit den Berliner Wasserwerken in Anspruch, um den Investorenvertrag abschließen zu können.

Politische Herausforderungen: BBT musste sich auf einen intensiven Dialog mit dem Bezirk und auf eine Beteiligung der Nachbarn einstellen. Das verzögerte den Planungsvorlauf erheblich. Die Diskussion drohte sich in dem Vorwurf „Ihr wollt Bäume fällen und Lärmschutzwände aufstellen“ zu verhärten.

Verlauf unserer Veranstaltung: Die Immobilien-Exkursion findet am 03.06. 2014 statt. Die Teilnehmer treffen sich vormittags im Haus der HUSS Medien GmbH. Gemeinsam fahren wir mit dem Bus nach Zehlendorf. Der Geschäftsführer der von der BBT und der Berliner Volksbank gegründeten Objektgesellschaft, Ingo Lindner, wird uns unter fachkundiger Anleitung über die Baustelle führen. Die Teilnehmer haben Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Für Fragen steht seitens der BBT auch Projektleiter John Hoff zur Verfügung.

Nach der Besichtigung fahren wir mit dem Bus zum Mittagessen zurück ins Verlagshaus. Im Anschluss vertiefen wir die praktischen Eindrücke von der Baustelle durch Fachvorträge am Nachmittag.

Weitere Infos zur Immobilien-Exkursion finden Sie in IVV-immobilien vermieten & verwalten, Ausgaben 03 und 04/2014.

Anmeldungen sind hier ab sofort möglich!

 

 

 

                                                                                                                                                               

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