Mieterhöhungen: Berlins Wohnungsgesellschaften dürfen maximal zwei Prozent pro Jahr drauflegen

Der neue rot-rot-grüne Senat in Berlin nimmt die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wirtschaftlich in die Zange. Die Mieten dürfen nur noch um zwei Prozent jährlich steigen − gleichzeitig sollen die Unternehmen massiv investieren und ihren Bestand um 55.000 Wohnungen durch Neubau und Zukauf erhöhen.

Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Foto: DiG Trialon, Thomas Kläber
Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Foto: DiG Trialon, Thomas Kläber

Wie die Berliner Morgenpost in ihrer Online-Ausgabe berichtet, müssen die Aufsichtsräte der Wohnungsgesellschaften der Einigung noch zustimmen. In der Stadtentwicklungsverwaltung sei man jedoch zuversichtlich, dass eine entsprechende Vereinbarung in wenigen Wochen unterzeichnet werden könne. Den Mietendeckel haben SPD, Linke und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Er ist in Berlin von hoher politischer Bedeutung, denn in der Hauptstadt leben mehr als 80 Prozent der Bürger in Mietwohnungen. Die Erhöhungsgrenze gilt lediglich für die rund 300.000 landeseigenen Wohnungen.

Angekündigte Mieterhöhung soll zurückgenommen werden

Rbb-online berichtet, Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) erwarte, dass die jüngsten kräftigen Mieterhöhungen von landeseigenen Wohnungsunternehmen zurückgenommen werden. Voraussetzung sei, so der rbb weiter, dass die Mieterhöhungen der vergangenen vier Jahre acht Prozent oder 30 Euro überstiegen hätten. Zahlreiche Mieter der landeseigenen degewo hätten zum 1. März Mieterhöhungen von bis zu 15 Prozent erhalten.


 

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