Ein Herz für Studenten

Neubau mit 111 Mikroapartments in Hannover

12.09.2018

Bezahlbarer Wohnraum für Studenten und Singlehaushalte in Hannover ist knapp. hanova steuert hier mit der Wohnungsbauoffensive „nanos – MINIMAL MAXIMAL WOHNEN“ gegen. Bis Anfang 2021 will die städtische Wohnungsbaugesellschaft an drei Standorten rund 300 Kleinstwohnungen vornehmlich für Studenten realisieren.

Visualisierung des Neubaus der hanova in der Kopernikusstraße, Hannover.
Neubau mit vielen Mikrowohnungen der hanova in der Kopernikusstraße, Hannover. BILD: HANOVA WOHNEN GMBH

Die ersten 111 Mini-Wohnungen mit einer Wohnfläche von 24 bis 33 Quadratmetern sind jetzt bezugsfertig und schon weitestgehend vermietet. Sie befinden sich an der Kopernikusstraße 7B in Uni-Nähe und vis-a-vis dem Coworking-Place. Es gibt nur noch wenige freie Wohnungen.

Große Nachfrage nach Kleinstwohnungen

Hannovers größter Immobiliendienstleister hat in den fünfgeschossigen Neubau im Passivhausstandard insgesamt 12,9 Millionen Euro investiert.

Hannover ist ein gefragter Hochschulstandort. Immer mehr junge Menschen strömen in die
niedersächsische Landeshauptstadt, um hier zu studieren. Im Fokus stehen Studierende, Singles und Pendler, gab die hanova bekannt. Mit den nanos-Apartments - der Begriff vereint die Assoziationen zu den Nanas am Leineufer, zur Wissenschaft („nano“) und zu den Adjektiven klein, besonders und kompakt - soll ein Beitrag geschaffen werden zu mehr bezahlbaren Wohnraum in zentraler Lage.

Alle Wohneinheiten in der Kopernikusstraße sind barrierefrei und verfügen über eine Pantryküche und ein modernes Duschbad. 13 Apartments sind rollstuhlgerecht ausgebaut. Daneben gibt es jeweils drei Wohnungen mit 35 beziehungsweise 65 qm Wohnfläche. Außerdem verfügt das Apartmenthaus über einen gemeinsamen Waschsalon, den hanova ausgestattet hat, und Fahrradstellplätze im Außenbereich.

KfW und der enercity-Fonds proKlima fördern das Projekt

hanova hat das Grundstück an der Kopernikusstraße 2015 von der Landeshauptstadt gekauft.
Im Dialog mit der Politik entschied man, auf der Fläche ein Mikroapartmenthaus zu
realisieren, um dringend benötigte Kleinstwohnungen zu schaffen. Hierfür wurde ein
Architekturwettbewerb ausgelobt, den das Hannoveraner Architekturbüro asp-Architekten
gewann. Mit der Umsetzung des Klinkerfassadenbaus in der Nordstadt wurde die
Arbeitsgemeinschaft Muntebau/Wallbrecht beauftragt, die im April 2017 den Grundstein des
Passivhauses legte.

Fördergeber des Projektes sind die KfW und der enercity-Fonds proKlima. Neben dem fertig gestellten Neubau an der Kopernikusstraße, der insgesamt über eine Wohnfläche von 3.215 qm verfügt, baut hanova aktuell „Am Klagesmarkt 17“ eine Bestandsimmobilie um und schafft hier weitere 98 Mikroapartments und innerstädtischen Wohnraum für die wachsende Zahl der Ein-Personen-Haushalte.

Zusätzlich zu den Mikroapartments werden in dem Immobilienkomplex 18 Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 42 und 75 qm und sechs Mietwohnungen mit jeweils 140 qm entstehen, die über sieben Zimmer verfügen und somit ideal für größere Wohngemeinschaften geeignet sind. Das dritte Apartmenthaus soll bis Anfang 2021 im Zuge des „nanos“-Projekts am Körnerplatz in Hannover-Mitte für Studenten, Azubis, Pendler und Singles mit weiteren rund 75 Wohneinheiten entstehen.

weiterlesen:
Mikrowohnungen: Weniger ist mehr

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