Regierung verabschiedet Haushaltsentwurf 2025

Bauministerium soll 700 Millionen Euro mehr bekommen

Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2025 beschlossen. Für das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sind Ausgaben von 7,4 Milliarden Euro vorgesehen. Gegenüber 2024 wächst der Etat um fast zehn Prozent und damit um rund 700 Millionen Euro an.

7,4 Milliarden Euro soll das Bundesbauministerium 2025 zur Verfügung haben. Ein großer Teil des Budgets dient nicht der Bauförderung, sondern in Form von Wohngeld der Subjektförderung. Foto: Adobestock/PhotoSG
7,4 Milliarden Euro soll das Bundesbauministerium 2025 zur Verfügung haben. Ein großer Teil des Budgets dient nicht der Bauförderung, sondern in Form von Wohngeld der Subjektförderung. Foto: Adobestock/PhotoSG

Der Haushaltsentwurf wird nach der Sommerpause bis weit in den Herbst hinein im Bundestag diskutiert. Der Haushaltsplan der Bundesregierung sieht unter anderem diese Einzelposten vor:

  • Die Mittel für den sozialen Wohnungsbau werden um weitere 3,5 Milliarden Euro für das Jahr 2028 erhöht. Somit stehen von 2022-2028 insgesamt 21,65 Milliarden Euro für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus bereit.
  • Zum 1. Januar 2025 wird das Wohngeld erneut angehoben. Für die Erhöhung des WohngeldPlus (inkl. Dynamisierung) um 15 Prozent sind für 2025 insgesamt 2,37 Milliarden Euro vorgesehen.
  • Die Städtebauförderung wird mit 790 Millionen Euro auf dem Niveau des laufenden Haushaltsjahres konstant gehalten.
  • Das Geld für die Förderprogramme „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) und „Wohneigentum für Familien“ (WEF) fließt weiterhin aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), der entsprechende Wirtschaftsplan soll in Kürze von der Bundesregierung beschlossen werden.

Bundesbauministerin Klara Geywitz kündigt in diesem Zusammenhang erneut den Start des Förderprogramms „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) in diesem Jahr an. Damit könnten Wohnungen entstehen, die sich im unteren und mittleren Preissegment bewegen. Für das Programm sollen in den Jahren 2024 und 2025 jeweils eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen.

Der ZIA zeigt sich vom Entwurf angetan

Die neue ZIA-Präsidentin Iris Schöberl zeigt sich „angetan von den Plänen für Städtebauförderung und erkennt „im Etatentwurf 2025 wichtige Signale für den Wohnungsbau“. Schöberl wörtlich: „Dieser Haushaltsentwurf zeigt, dass der Bund den Wohnungsbau ernst nimmt.“

GdW kann keine Förderung für den Wohnungsbau erkennen

Ganz anders die Reaktion von GdW-Präsident Axel Gedaschko, der die Interessen der sozial orientierten Wohnungsunternehmen vertritt. Gedaschko weist darauf hin, dass die von der Regierung behauptete Erhöhung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau lediglich bedeute, dass auch 2028, also ein Jahr länger als bisher, gefördert werden soll. Pro Jahr erhöhe sich die Fördersumme nicht.

Die im Bundeshaushalt 2025 eingeplanten insgesamt zwei Milliarden Euro für das Programm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ wertet der GdW „als kleinen positiven Schritt“, kritisiert aber gleichzeitig, dass damit auch weiterhin der EH-40-Standard gefördert werde, der das Bauen deutlich verteuert. „Denn wir brauchen möglichst viele neue bezahlbare Wohnungen und nicht wenige teure.“

Angesichts des anhaltendes Absturzes der Baugenehmigungs- und Fertigstellungszahlen hält der GdW die Förderungskulisse für vollkommen unzureichend. Um der anhaltenden Krise im Wohnungsbau endlich entgegenzuwirken, brauche das Land an erster Stelle ein breit angelegtes Zinsprogramm für den bezahlbaren Wohnungsbau. Ein Zinssatz von einem Prozent könne die Bautätigkeit enorm ankurbeln. Die daraus entstehenden Steuereinnahmen für den Staat glichen die Kosten der Zinssubvention wiederum aus. (Red.)

Häuser können in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt sein (Wohnungseigentumsgemeinschaft) oder im Ganzen einer Person oder einer Gesellschaft gehören. Dieses Muster enthält einen vollständigen Mietvertrag für eine Wohnung, die keine Eigentumswohnung ist und...
Printer Friendly, PDF & Email
1.8.2025
Haushaltsentwurf für 2026
Der Etat des Bundesbauministeriums soll im kommenden Jahr um 200 Millionen Euro aufgestockt werden. Das sieht der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2026 vor. Der ZIA sieht in den Einzelplänen...
8.9.2025
Haushaltsausschuss des Bundestages
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stellt für die Aufgaben Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Haushalt 2025 Mittel von 12 Milliarden Euro bereit.
21.2.2024
Bauministerium kann 2024 rund 6,7 Milliarden ausschütten
Mit der verspäteten Verabschiedung des Staatshaushaltes 2024 durch den Bundestag steht auch fest, welche Mittel Bundesbauministerin Klara Geywitz für die Förderung des Wohnungsbaus zur Verfügung...
9.2.2024
Bundesbauministerium kann 6,73 Milliarden ausschütten
Mit der verspäteten Verabschiedung des Staatshaushaltes 2024 durch den Bundestag steht fest, welche Mittel dem Bundesbauministerium für die Förderung des Wohnungsbaus zur Verfügung stehen. Ein...
22.1.2024
Zinsverbilligung für den Wohnungsbau
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner sogenannten Bereinigungssitzung trotz der Sparzwänge eine zusätzliche Milliarde für die Förderung des Wohnungsbaus in Aussicht gestellt. Nach dem...
22.2.2024
Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen
Möglicherweise wird diese Behauptung 2024 zum geflügelten Wort der Immobilienbranche. Es war ZIA-Präsident Andreas Mattner, der mit diesem drastischen Kommentar das Frühjahrsgutachten der...