Wohntrends

Digitalisierung und Globalisierung prägen Wohnen der Zukunft

Viele Studien untersuchen die Wohntrends der Zukunft und thematisieren wie sich das Wohnen und die Ansprüche an eine moderne Wohnumgebung künftig entwickeln werden. Die Analysen sollen Immobilienunternehmen dabei helfen, den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Modernes Bauprojekt der AMADEUS Group in Offenbach am Main.
Modernes Bauprojekt der AMADEUS Group in Offenbach am Main.

Im Folgenden beleuchten die Immobilienexperten der AMADEUS Group einige der größten Wohntrends näher. Analysiert wurde, welche Trends sich bis 2040 durchsetzen, welche Ansprüche Menschen in der Zukunft an eine hohe Lebensqualität haben und die daraus resultierenden Chancen und Potenziale. Zugrunde gelegt wurde die empirische Auswertung "Wohntrends 2030" (InWis/ Analyse & Konzepte), die Studie "HEAG 2040: Die Stadtwirtschaft von morgen" des "Zukunftsinstituts".

Wohntrend "Smart Home"

Bereits heute sind in deutschen Haushalten Smart-Home-Technologien zu finden, die praktische Aufgaben übernehmen und zugleich für eine Steigerung der Energieeffizienz sorgen. Vernetzte Heiz-, Lüftungs- oder Beleuchtungssteuerungen sind nur einige Beispiele. Die Studienergebnisse bekräftigen, dass die Menschen diese Technologien zukünftig noch effektiver und intensiver nutzen werden. Die Möglichkeit mit einem smarten Endgerät in Echtzeit von überall Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Energieversorgung und E-Health-Systeme zu steuern, kann dazu beitragen, den Alltag nachhaltig zu erleichtern. Dafür ist aber mehr erforderlich als nur die technischen Voraussetzungen für Steuerungs- und Kommunikationstechnologien. Die Rede ist von intelligenten Wohnkonzepten, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientieren und sich der individuellen Lebenssituationen anpassen.

Wohntrend "Multifunktionalität"

Schon jetzt verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen Beruf und Freizeit. Das Bedürfnis und die steigende Notwendigkeit nach Flexibilität, Mobilität und Erreichbarkeit einerseits, sowie die Möglichkeiten moderner Technik, Internet und Vernetzung andererseits, sorgen dafür, dass die Multifunktionalität zunimmt. Innovativer Wohnungsbau und zukunftsweisendes Immobilienmanagement erfordern gemäß den Studien die Entwicklung von neuen Konzepten, die eine funktionale Integration verschiedener Lebensbereiche zulassen: Dazu gehören Beruf und Familie, Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Angesichts eines geringer werdenden Zeitbudgets werden kurze Wege sowie Angebote im direkten Wohnumfeld wichtiger. Nicht zu vernachlässigen ist die eigene Wohnung als Ruhepol, die es ermöglicht, sich vom schnelllebigen Alltag zu erholen. Der Erhalt der Gesundheit rückt in den Fokus und kann idealerweise auch im eigenen Wohnquartier gefördert werden.

Wohntrend "Sharing Economy"

Mit dem Begriff "Sharing Economy" wird der neue Trend des gemeinsamen Produzierens und Konsumierens bezeichnet. Einhergehend mit der multifunktionalen Nutzung von Wohnraum und -vierteln, schließen sich Hausgemeinschaften zusammen, um gemeinsam Wohnwünsche zu realisieren und Räume der Begegnung zu schaffen. Das Teilen von Gegenständen wie Autos und Fahrrädern gehört laut den Instituten ebenso dazu wie gemeinsame Projekte: Co-Working Spaces, Gemeinschaftsbüros, Angebote zur Kinderbetreuung, Altenpflege und Gemeinschaftsgärten.

Wohntrend "Smart Quartier"

In Hinblick auf die Trends "Multifunktionalität" und "Sharing Economy" gewinnt die Quartiersentwicklung gemäß den Untersuchungen an Bedeutung. Denn die Rahmenbedingungen eines Quartiers haben einen bedeutenden Einfluss auf die Lebensbedingungen der Anwohner und entscheiden somit über die Attraktivität. Dazu zählen nicht nur Instandhaltungen und attraktive Angebote, sondern auch ein zielgerichtetes Belegungsmanagement. Immobilienunternehmen können Kommunen dabei unterstützen, vitale Nachbarschaften und quartiersbezogene Konzepte zu gestalten, in denen vor Ort agierende Partner wie Geschäfte und Dienstleister einbezogen werden.

Wohntrend "Nachhaltigkeit"

Eine intelligente Energie- und Stromversorgung sowie Bauen nach ökologischen Standards kann den Trendstudien zufolge dabei helfen, einerseits Klimaschutz und andererseits bezahlbaren Wohnraum zu fördern. Eine weitere Möglichkeit besteht in der innerstädtischen Nachverdichtung vorhandener Strukturen, sodass einer weiteren Zersiedelung der Landschaft präventiv entgegengewirkt wird.

Insgesamt steigert sich das Bewusstsein der Bevölkerung für den Umweltschutz und löst herkömmliche Gegensätze auf: Die urbane Stadt und das Bild vom grünen, ländlichen Raum verschmelzen. Das Wohnen mit Holz wird aufgrund seiner Eigenschaften beliebter: wohngesund, vielseitig einsetzbar, stabil, modern und energiebewusst.

Wohntrend "Downaging"

Der Anteil der älteren Menschen in der Bevölkerung wird zukünftig größer und sorgt auch für Veränderungen am Wohnungsmarkt. Die Studien erwarten jedoch gleichzeitig, dass der Kontrast zwischen den Generationen geringer wird, da das Altern eine neue Definition erhält. Das subjektiv empfundene Alter sinkt, die Gesundheit steigt - beides hat Einflüsse auf den Lebensstil und das Konsumverhalten. Statt später in einer Pflegeinrichtung betreut zu werden, erlauben es neue Wohnkonzepte, selbst bis ins hohe Alter eigenständig und selbstbestimmt zu leben. Barrierefreiheit und Ästhetik werden vereint mit elektronischen, digitalen Hilfsmitteln und Dienstleistungen, die den Alltag erleichtern und Sicherheit bieten.

Bedürfnisse kennen und gerecht werden

Die AMADEUS Group ist Bauträgerunternehmen im Rhein-Main-Gebiet und beschäftigt sich mit den Wohnwünschen von morgen.  Die Experten beobachten bereits erste Anzeichen der prognostizierten Wohntrends im täglichen Geschäft, zum Beispiel, dass Wohnquartiere mit umfangreichen Infrastruktur- und Freizeitangeboten besonders nachgefragt werden. Zudem wollen Senioren selbstständig ihren Ruhestand genießen und schätzen dabei die Vorzüge der Digitalisierung. Deshalb sei es wichtig, Wohnraum und Serviceleistungen nachfragegerecht zu gestalten.

Quelle: AMADEUS Group

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