GdW warnt vor Risiko durch leere Gasspeicher
Die deutschen Gasspeicher gehen mit einem deutlich niedrigeren Füllstand in den Winter 2026/27 als im Vorjahr. Nach Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE/AGSI+) waren die Speicher am 11. August zu 48,72 Prozent gefüllt – rund 16 Prozentpunkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2025. Der GdW sieht darin ein Warnsignal und fordert von Bundesregierung, Bundesnetzagentur und Bundestag, die Gasversorgung für den kommenden Winter abzusichern.
Wohnungswirtschaft sieht Handlungsbedarf
„Ein Füllstand unter 49 Prozent Mitte August ist kein Grund zur Panik, aber ein deutliches Warnsignal“, sagt GdW-Präsident Axel Gedaschko. Entscheidend sei nicht allein die gespeicherte Gasmenge, sondern auch, wie schnell das Gas bei einem hohen Verbrauch entnommen werden könne. Sorgen bereitet dem Verband insbesondere eine mögliche längere Kälteperiode im Januar oder Februar. Bis zum 1. November sollen die deutschen Speicher gesetzlich zu 80 Prozent gefüllt sein. Nach Einschätzung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) könnte der Füllstand bei der derzeitigen Einspeicherung bis dahin allerdings lediglich rund 60 Prozent erreichen. Der GdW fordert unter anderem, den Aufbau der geplanten strategischen Gasreserve zu beschleunigen und transparenter über die tatsächliche Versorgungslage zu informieren. Zudem müsse der Schutz von Haushalten in einer möglichen Gasmangellage auch bei Wohngebäuden mit Fernwärme oder Contracting lückenlos gewährleistet sein.
Quelle: GdW











