Kurze Sanierungszeit, überschaubare Kosten und langjährige Performance
Heinrich-Hertz-Quartier ist nach dem "Energiesprong“-Prinzip ertüchtigt worden
Im Fokus des Projektes stand für die Vermieterin den KfW-Effizienzhausstandard 55 EE zu erreichen, somit die Immobilie zukunftsfähig aufzustellen und nicht zuletzt den Wohnwert für die Mieter:innen zu verbessern.
Die Herausforderungen des in den frühen 1960er Jahren erbauten Wohnquartiers waren typisch: ein hoher Sanierungsstau, veraltete Haustechnik und daraus resultierende erhebliche Energieverluste. Die homogene Gebäudestruktur des Quartiers bot jedoch die ideale Voraussetzung, um die Potenziale der seriellen Sanierung durch ecoworks in großem Maßstab zu demonstrieren.
Für die Modernisierung der knapp 9.000 Quadratmeter Wohnfläche setzte ecoworks auf ein integriertes Konzept. Industriell vorgefertigte Fassadenelemente in Holzrahmenbauweise wurden präzise an die bestehenden Gebäude montiert. Diese Module enthalten bereits alle wesentlichen Komponenten: die Dämmung, neue Fenster, elektrisch steuerbare Rollläden als außenliegenden Sonnenschutz sowie dezentrale Lüftungselemente. Eine moderne Verkleidung aus Faserzement-Platten in Holzoptik wertet die Gebäude auch ästhetisch auf.
Die standardisierten Prozesse und die industrielle Vorfertigung ermöglichen es uns, solche umfassenden Projekte schnell, wirtschaftlich und skalierbar umzusetzen. Die serielle Sanierung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die Energiewende im Gebäudesektor in ganz Deutschland zu beschleunigen“, zeigt sich Emanuel Heisenberg, Gründer und CEO von ecoworks, überzeugt.
Insbesondere die Planungsphase einer seriellen Sanierung umfasse ein hohes Maß an Koordination und technischer Präzision, sind sich die Projektpartner einig. Wenn Erfahrung, digitale Prozesse und klare Projektsteuerung zusammenkommen, würde sich das volle Potenzial der seriellen Sanierung entfalten.
Das Projekt zeigt, dass sich die serielle Sanierung von einer Innovationsnische zur machbaren Lösung für die klimaneutrale Bestandssanierung entwickelt", freut sich Tobias Stöhr, Geschäftsführer der GEWOBAU Erlangen.
Ziel KfW-Effizienzhausstandard 55 EE erreicht
Der spezifische Energiebedarf der Gebäude wurde von 80,1 kWh/m²a auf 24 kWh/m²a gesenkt. Die tatsächliche Energieeinsparung vom individuellen Verbraucherverhalten ab.
Das Konzept der seriellen Sanierung hatte es möglich gemacht, dass kein Mieter/ keine Mieterin umziehen musste. Im Zuge der Modernisierung erhielten die Mieter:innen eine Mieterhöhung von 2 Euro pro Quadratmeter pro Monat.
Die Dächer wurden saniert und mit leistungsstarken Photovoltaikanlagen ausgestattet, um erneuerbare Energie direkt vor Ort zu erzeugen. Die alten Gaszentralheizungen wurden durch moderne und effiziente Wärmepumpensysteme ersetzt.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen plant die GEWOBAU Erlangen, die serielle Sanierung weiterhin als Teil ihrer Strategie zur Klimaneutralität zu verfolgen. Aktuell bewertet die GEWOBAU Erlangen mögliche Maßnahmen im Rahmen der Erstellung des Klimapfades.
Durch die Kombination aus verbesserter Gebäudehülle, effizienter Haustechnik und eigener Stromerzeugung leisten die sanierten Gebäude einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduktion und zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Erlangen.
Quelle: Gewobau Erlangen













