Mehr Komfort und Sicherheit

Letzte unsanierte WIS-Wohnhäuser aus den 80-Jahren werden umgebaut

7,6 Millionen Euro steckt die Spreewalder Wohnungsbaugesellschaft in das Großprojekt „Wohnen an den Gärten“ in der Lübbenauer Robert-Schumann-Straße. Es entstehen 58 Wohneinheiten, als 1- bis 4- Raum-Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 80 Quadratmetern.

Großbaustelle Schumann-Straße. FOTO: WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH
Großbaustelle Schumann-Straße. FOTO: WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH

Der Mietzins liege zwischen 4,90 Euro/m² und 6,10 Euro/m². Für einige Wohnungen müsse ein Wohnberechtigungsschein vorgelegt werden. Das sei aufgrund einer Förderung durch die ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg vorgeschrieben. Interessenten gäbe es schon lange. Die Fertigstellung und der Einzug seien für März 2021 geplant.

Weiterentwicklung der WIS-Seniorenwohnungen

Aktuell werden auf der Baustelle in der Schumann-Straße Leitungen für Wasser, Elektrik, Heizungs- und Sanitäreinrichtungen verlegt. Im ersten Haus sind die Grundrisse bereits zu erkennen, Ende Februar soll Estrich eingebaut werden, anschließend können Fliesenleger, Maler und Fußbodenleger ihre Arbeiten ausführen. Im zweiten Wohnhaus sind momentan noch Betonschneidarbeiten im Gange, um beispielsweise Türöffnungen zu verändern. Ab Frühjahr werden die Dach- und Fassadenarbeiten durchgeführt. Zur Ausführung kommen auch neu gestaltete Außenanlagen und Parkplätze hinzu.

„Das Projekt ist eine Weiterentwicklung unserer Seniorenwohnungen im Spreewaldhaus am Roten Platz und im „gepflegt Wohnen“ in der Straße der Freundschaft, verrät WIS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Geplant sind ein Neubau mit Tagespflege und Concierge, die von der AWO betrieben werden sowie ein Gemeinschaftsraum. Alle fünf Hauseingänge erhalten je einen Aufzug und machen die Wohnanlage mit ebenerdigen Zugängen und entsprechenden Grundrissen barrierefrei. „Wir möchten für die vorwiegend älteren Mieter Grundlagen für altersunterstützende, technische Hilfsmittel legen und werden die Häuser daher für eine etwaige, individuelle WLAN-Nutzung vorrüsten“, so der WIS-Chef. 

Das ganze Wohnensemble werde eingefriedet, um eine gewisse Privatsphäre zu schaffen. Zudem werde es spezielle Schließsysteme und visuelle Gegensprechanlagen geben. Intelligente Herd-Abschalter schützen vor Gefahren, die ein vergessener Topf auf der Kochstelle berge und kleine Lichtkonzepte gestalten den nächtlichen Gang ins Bad sicherer.

Zweites großes Bauprojekt der WIS: In Altdöbern

In Altdöbern baut das Wohnungsunternehmen ebenfalls seniorengerechte Wohnungen mit einem Bauvolumen in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Der nachträgliche Einbau von Aufzügen wird stark nachgefragt. Leerzüge ganzer Wohnhäuser machten hier Komplettsanierungen, inklusive Einbau von Aufzügen zum jetzigen Zeitpunkt erst möglich.

In Moderniserung fließen auch Mieterwünsche ein

Die WIS gibt in diesem Jahr weitere 2,6 Millionen Euro für geplante und laufende Instandhaltungen aus. Dazu zählen unter anderem die Modernisierung von Trinkwasserleitungen, sogenannte Strangsanierungen, der Bau von zwei Fahrradhäusern, das Anbringen von Schließblechen, um vor Haustüraufbrüchen zu schützen sowie Fassadenreinigungen.

Das Unternehmen teilte mit, dass immer wenn Wohnungen frei würden, entstünden dabei auch Instandhaltungskosten für Sanitär-, Maler- oder Elektrikerarbeiten, eventuell auch solche zur Behebung von Schäden. Weitere 100.000 Euro gingen bereits in die Fertigstellung des Anbaus in der Lübbenauer Rettungswache. Zudem werde an der Objektplanung für familienfreundliches Wohnen in der Karl-Marx-Straße weitergearbeitet. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gurkeneinlegerei sollen neun gereihte Häuser sowie ein Stadthaus mit zehn Wohnungen entstehen.
Baustart sei voraussichtlich 2021.

Insgesamt investiert die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH 13,7 Millionen Euro in diesem Jahr.

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