Modulbau

Temporäres Bauen und Nutzen

Schnell eine Kita hinstellen, eine Flüchtlingsunterkunft bereithalten oder ein schnell geplantes Wohnhaus errichten wenn es um temporäre Gebäude geht, sind flexible Modulteile die erste Wahl. Es gibt auf dem Markt bereist nachhaltige und energieeffiziente Systeme.

Modulare Gebäude sind anpassungsfähig und schnell verfügbar. Hier ein System für Kitas, Events oder Büros. BILD: ADAPTEO GmbH
Modulare Gebäude sind anpassungsfähig und schnell verfügbar. Hier ein System für Kitas, Events oder Büros. BILD: ADAPTEO GmbH

Energieeffizienter Modulcontainer zur Miete

Ein besonderes Model, das auf Modulbauweise fußt, ist eine Hybridmodul Schule in Bexbach. Das System der Firma Adapteo gehört zu den wenigen Holz-Stahl-Hybrid-Systemen, die auch zu mieten sind. Die Kapitalbindung ist für den Bauherren nicht sehr hoch und die Kosten sind fest planbar.  Die Modulserie soll nachhaltig und energieeffizient sein. Die niedrigen U-Werte und die sehr gute Dämmung minimieren die laufenden Betriebskosten. Adapteo.Hybrid Modul verfügt über eine lichte Rauminnenhöhe von 2,75 m und erfüllt die aktuelle EnEV, deshalb können die Gebäude auch für Standzeiten über 24 Monaten eingesetzt werden.

Für ein hohes Wohlbefinden in den Adapteo.Hybrid Modulbauanlagen sorgt Human Centric Lighting (HCL), das Kalt- und Warmanteile gemäß dem aktuellen Tageslicht simuliert. HCL kann raumweise über eine Handy-App programmiert und gesteuert werden und ist dabei einfach zu bedienen.

Nach Ende der Mietzeit können die Module variabel für neue Anwendungen als modulares Bürogebäude, Universität, Schulgebäude, Kita oder Wohngebäude umgenutzt werden.

Adaptea hat fünf Trends zum Temporären Bauen ermittelt

Circular Economy mit energieeffizienten Lösungen

Die Folgen des Klimawandels werden immer sichtbarer. Umso wichtiger ist eine Reduktion des Energieverbrauchs im Baubestand. Energieeffiziente Lösungen sind auch für temporäre Gebäude gefragt. Durch eine gute Isolierung, effiziente Heizsteuerung und energiesparende Beleuchtungssysteme kann ein signifikanter Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Mit einer nachhaltigen Bauweise wird nur so viel Energie verbraucht, wie auch benötigt wird. Idealerweise aus regenerativen Quellen. Durch eine Umnutzung von Modulgebäuden nach Ablauf der Mietzeit passen sich nachhaltig konzipierte Modulsysteme über den gesamten Lebenszyklus den neuen Anforderungen immer wieder an und verringern dadurch den Einsatz von Ressourcen. Bei der Beurteilung eines nachhaltigen temporären Gebäudes werden die räumliche Gestaltung, Elektro- und Medienversorgung sowie die Heizung und Wasserversorgung geprüft. Die Lösungen berücksichtigen den werterhaltenden Rückbau und Wiederaufbau eines modularen Gebäudes.

Digitale Systeme auch in temporären Gebäuden
Mit der digitalBau fand erstmals eine Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche statt. In Köln präsentierten Softwareunternehmen und Industrie zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen. Smart Building sorgt für Transparenz, Gebäudesicherheit und Energieeffizienz. Auch in temporären Gebäuden für Langzeitmieten bieten moderne Plug&Play Lösungen hohe Energieeinsparpotentiale und zentrale Steuerungsmöglichkeiten durch effizientes Monitoring per App oder Tablet.

Augmented Reality für eine bessere Planung

Das neue Gebäude unter realistischen Bedingungen planen zu können, ohne ein echtes Gebäude zu betreten, Wände verschieben und Raumzonen planen, Informationen über verwendete Materialien und U-Werte einholen oder Heizungsinformationen abrufen. Das geht mit Virtual- und Augmented Reality und eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Wartungsarbeiten können durch zur Verfügung gestellte Daten vereinfacht werden und Prozesse beschleunigt. Missverständnisse in der Kommunikation werden reduziert und Änderungen im Team beschlossen. Mitarbeiter können mit Augmented Reality geschult werden, um die Sicherheit auf der Baustelle zu erhöhen.

Temporäre Räume der Zukunft

Der Einfluss von Beleuchtung auf Kreativität und Logisches Denken ist nachgewiesen. Durch eine raumweise programmierbare Steuerung können Kalt- und Warmanteile je nach Tageszeit und fachlichen Anforderungen reguliert werden. Sensoren prüfen die Lichtanteile und Helligkeit im Tagesverlauf. Die Steuerung kann dezentral per App erfolgen. Optimierte Beleuchtungskonzepte werden zunehmend auch in temporären Mietgebäuden umgesetzt.

Kurze Nachhallzeiten und niedrige Hintergrundgeräusche sind elementar für eine erfolgreiche Wissensvermittlung in Schulen und Kindertagesstätten. Umso wichtiger ist eine gute Akustik in den Räumen. Mit Akustikdecken und Wandelementen können Nachhallzeiten reduziert werden und eine verbesserte Isolierung von Wänden, Türen und Fenstern verringert Außengeräusche von Straßen und Plätzen.
Layouts von temporären Räumen werden flexibler und anpassbar, da eine Multinutzung von Räumen oder Bereichen Ressourcen spart und Kommunikation erleichtert. Trennwände und Stoffe haben neben gestalterischen Funktionen zusätzlich hallreduzierende Eigenschaften. Eine einfache Montage und Wiederverwendung sind zentrale Anforderungen an die technische Umsetzung.

Laut DGNB halten sich 90% der Menschen in Innenräumen auf. Die Bedeutung eines guten Raumklimas ist nicht nur in Bildungsräumen wichtig, wenn es um die Entwicklung unserer Kinder geht. Auch in Büroräumen wirkt sich das Raumklima auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter aus. Die Verwendung von emissionsfreien Materialien, angenehme Raumtemperaturen, ausreichend frische Luft und viel Tageslicht sorgen für ein gesundes Wohlfühlen auch in flexiblen Räumen.

Fazit
Temporäre Gebäude bieten mehr Flexibilität in unsicheren Zeiten, ohne auf Raumqualität verzichten zu müssen. Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus und Circular Economy werden ein zentrales Kriterium für die Verantwortung von Unternehmen für die Gesellschaft werden. Sicher ist, dass im Mittelpunkt des Bauens weiterhin der Mensch mit seinen Bedürfnissen stehen wird. www.adapteo.de

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