Heizung mit regenerativen Energien

So rechnen Sie Betriebskosten korrekt ab

06.08.2019

Immer mehr Gebäude werden von Solarthermieanlagen, KWK-Anlagen und Wärmepumpen beheizt. Was ist bei der Betriebskostenabrechnung zu beachten?

Montage einer Solarthermie-Anlage
Solarthermische Anlagen erfordern besondere Betriebskostenabrechnungen. Foto: Adobestock/Ingo Bartussek

Zu den wichtigsten Aufgaben von Hausverwaltern zählt die jährliche Betriebskostenabrechnung. Mit klassischen Öl- oder Gas-Zentralheizungen kennen sich Verwalter in der Regel bestens aus. Doch was, wenn das Gebäude ausschließlich oder zum Teil mit regenerativen Energien beheizt wird? Eine Verbrauchsabrechnung ist nicht verpflichtend für Räume, die „überwiegend“ mit regenerativen Energien beheizt werden. Im Wortlaut der Heizkostenverordnung (HKVO) heißt es in § 11, Absatz 1 Punkt 3:

„Soweit sich die §§ 3 bis 7 auf die Versorgung mit Wärme beziehen, sind sie nicht anzuwenden auf Räume in Gebäuden, die überwiegend versorgt werden

a) mit Wärme aus Anlagen zur Rückgewinnung von Wärme oder aus Wärmepumpen- oder Solaranlagen oder

b) mit Wärme aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder aus Anlagen zur Verwertung von Abwärme, sofern der Wärmeverbrauch des Gebäudes nicht erfasst wird […].“ (HKVO)

Der Messdienstleister Minol empfiehlt stets die verbrauchsbasierte Betriebskostenabrechnung, da diese nachweislich zu einem bewussten Verbrauchsverhalten und einem sparsamen Umgang mit der Umweltressource Energie führt.

Ob das Gebäude überwiegend – also zu mehr als 50 Prozent – mit Wärme aus regenerativen Quellen versorgt wird, ist im Falle eines Neubaus im Vorfeld lediglich rechnerisch zu ermitteln. Dazu müssen die theoretisch vom Fachplaner berechneten anteiligen Verbrauchswerte der einzelnen Wärmeerzeuger zur ersten Einstufung herangezogen werden. Erst im Nachgang, nach einer Heizperiode, können die Ist-Werte mittels einer vollständigen Messausstattung bestätigt werden. Bei einem bestehenden Heizungssystems können die Verbrauchswerte der einzelnen Wärmequellen wie Heizkessel (mittels Gas- und Gesamtwärmezähler) oder Wärmepumpe (Strom- und Wärmezähler) aus den bereits gemessenen Ist-Werten rechnerisch ermittelt werden. Wenn konventionelle Wärmeerzeuger durch erneuerbare Energien ersetzt oder ergänzt werden, empfiehlt der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV), stets den verantwortlichen Messdienstleister zu den technischen Gegebenheiten des Gebäudes zu informieren, damit später bei der Betriebskostenabrechnung alle notwendigen Informationen vorliegen.

Für Anlagen mit solarthermischer Unterstützung, Kraft-Wärme-Kopplung und Wärmepumpen ist im Sinne einer sicheren, transparenten und nachvollziehbaren Betriebskostenabrechnung folgendes zu beachten:

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