Rückkauf von Wohnungsgesellschaft durch die Stadt Gera

vtw: Kommunen brauchen Steuerungsinstrument auf Wohnungsmarkt

Der vtw Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. unterstützt die Pläne der Stadt Gera für einen Anteilsrückkauf der GWB Elstertal Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH.

Gera - Untermhaus - Kirche und Osterstein. FOTO: ADOBESTOCK/ ANNETT
Gera - Untermhaus - Kirche und Osterstein. FOTO: ADOBESTOCK/ ANNETT

Verbandsdirektor Frank Emrich betont: „Alle Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass eine Stadt wie Gera gut beraten ist, über eine eigene Wohnungsgesellschaft zu verfügen. Nur ein kommunales Wohnungsunternehmen bietet ausreichend Gestaltungsmöglichkeiten, um die sozialen Aufgaben einer Kommune am Wohnungsmarkt erfüllen zu können.“

Ebenso positiv wertet der vtw das Engagement des Freistaates Thüringen in diesem Prozess. Frank Emrich weiter: „Wir halten die Unterstützung des Landes für einen sinnvollen Mitteleinsatz. Natürlich muss die Stadt Gera eine möglichst zügige Rückführung der finanziellen Unterstützung gewährleisten.“

Im Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. (vtw) haben sich 215 Mitgliedsunternehmen, darunter 172 Wohnungsunternehmen, zusammengeschlossen. Gemeinsam bewirtschaften sie 265.500 Wohnungen. Mit 250.400 Wohnungen handelt es sich dabei fast ausschließlich um eigenen Bestand der Unternehmen.

Rund 15.100 Wohnungen werden für Dritte, teils in der Wohneigentumsverwaltung, betreut. Nahezu jeder zweite Mieter wohnt bei einem Mitgliedsunternehmen des vtw. Seit 1991 investierten vtw-Mitglieder mehr als zwölf Milliarden Euro überwiegend in den Wohnungsbestand. 2017 sicherten die vtw-Mitglieder mehr als 6.500 Arbeitsplätze.

Weiterführende Links:
www.vtw.de

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