Zugangshürden für Immobilienverwalter in Aussicht gestellt

Der Spitzenverband der Verwalter (DDIV) begrüßt die Absichtserklärung im Koalitionsvertrag, für Immobilienverwalter Mindestqualifikationen und Pflichtversicherungen einzuführen.

DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler. FOTO: DDIV
DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler. FOTO: DDIV

„Berufliche Mindestanforderungen und Versicherungspflichten für Wohnungsverwalter sind längst überfällig“, kommentiert DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler das gemeinsame Dokument von CDU/CSU und SPD.

Fachliche Zugangsvoraussetzungen und Versicherungspflichten für Immobilienverwalter sorgen nach Meinung des DDIV in Zukunft für mehr Qualität und Professionalität in der Wohnungs- und Immobilienverwaltung.

„Wir begrüßen die Ankündigung im Koalitionsvertrag, dies regeln zu wollen“, so Heckeler. Für unabdingbar hält der Berufsverband neben der Einführung von Mindestkriterien zur Ausübung der Tätigkeit die Einführung einer Vertrauensschadens-, Vermögensschadenshaftplicht- und Berufshaftpflichtversicherung.

Dies trage dem Verbraucherschutz Rechnung, komme dem Vermögensaufbau zugute und sichere damit besser als bisher die Altersvorsorge von Millionen von Bundesbürgern.

Einsichtnahme in Datenbankgrundbuch
Im Entwurf des Koalitionsvertrages ist weiter vereinbart, die Einsichtnahme des Immobilienverwalters beim Datenbankgrundbuch zu regeln. Zuletzt hatte der DDIV einen Prüfauftrag erwirken können, der eine Prüfung der Einsichtnahme an technische Voraussetzungen koppelt.

Mit Bedauern nimmt der DDIV zur Kenntnis, dass die durch die Koalitionsarbeitsgruppe geplante Prüfung von Erleichterungen bei Fördermittelanträgen für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) gestrichen worden ist.

Dabei gehe von den 9,3 Mio. Eigentumswohnungen ein massiver Beitrag für die Energiewende im Gebäudebereich aus. Komplexe Antragsprozesse für Verwalter und WEG-Eigentümer und das Bankendurchleitungsprinzip erschweren jedoch die Finanzierung von Vorhaben in Wohnungsgemeinschaften und verhindern energetische Sanierungsmaßnahmen.

Dennoch hofft der DDIV im Dialog mit der künftigen Regierung und mit Verantwortlichen der KfW praktische Lösungsansätze und Verbesserungen zu entwickeln.

Bei Beginn eines Mietverhältnisses sind sich die Parteien noch sympathisch, haben Sie sich ja gerade erst auf den Abschluss eines Mietvertrages geeinigt. Streitigkeiten entstehen erst später, nach dem Einzug der Mieter oder bei ihrem Auszug. Und plötzlich ist man...
Printer Friendly, PDF & Email
5.6.2018
Betriebskostenabrechnung
Dass ein Mieter Anspruch darauf hat, die vollständigen eigenen Belege der Nebenkostenabrechnung einzusehen, ist keine Neuigkeit. Nun aber stellte die höchste Revisionsinstanz nach Information des...
26.2.2018
Aktuelles Urteil
In seinem aktuellen Urteil vom 7.2.2018 urteilte der Bundesgerichtshof mieterfreundlich: Den Nachweis für eine korrekte Betriebskostenabrechnung muss der Vermieter erbringen, wenn ein Mieter die...
21.12.2017
Verwalterpraxis und Kommunikation
Wohnungseigentümer wünschen sich einen guten Draht zum Verwalter. Dokumente der letzen Eigentümerversammlung einsehen, Schäden melden - der Service der Kontaktaufnahme sollte über das Verwalter...
8.2.2018
Online-Weiterbildung
Vermieter und Verwalter können sich bei der Betriebskostenabrechnung irren. Dann melden sich verärgerte Mieter. Lernen Sie im 90 Minuten Onlineseminar, welche Kosten abgerechnet werden dürfen und wie...
26.5.2020
Anhörung zur WEG-Reform
Aus Sicht des VDIV Deutschland ist der Entwurf die richtige Antwort des Gesetzgebers auf die Herausforderungen, denen sich das Wohnungseigentumsrecht aktuell stellen muss. Das...
2.6.2020
Zwei Jahre DSGVO
Besonders in der Anfangszeit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde die Verordnung vor allem als bürokratisches Zumutung empfunden. Doch besonders heute, in Zeiten der sozialen Medien und...