Verstopfte Dachrinnen: Kein Fall für die Versicherung

Viele Dachrinnen und Fallrohre sind jetzt im Herbst durch Laub, Zweige und Schmutz verstopft und können bei starkem Regen überlaufen. Die Folge sind oft teure Schäden an Fassade und Mauerwerk - für die die Versicherung nicht aufkommt. Hausbesitzer und Vermieter sollten die Abläufe regelmäßig reinigen.

 

ADOBESTOCK/BILDLOVE
ADOBESTOCK/BILDLOVE

Wenn Leitungswasser im Haus austritt, springt in der Regel die Wohngebäudeversicherung ein. Bei Schäden durch Regenwasser sieht das anders aus: Ist eine verstopfte Dachrinne die Ursache, muss der Hauseigentümer die Schäden selbst bezahlen. "Besonders teuer wird es für die Betroffenen, wenn das Wasser in die Wärmedämmung oder sogar in den Innenraum eindringt", sagt Expertin Christine Gilles von der R+V Versicherung. Sie rät deshalb, die Regenrinnen mindestens einmal im Jahr von Unrat zu befreien oder einen Fachbetrieb damit zu beauftragen. "Das gilt vor allem für Gebäude, die in der Nähe von Bäumen stehen."

Tipps des R+V-Infocenters:

  • Vorsicht Unfallgefahr: Bei der Reinigung der Regenrinne sollten Hausbesitzer unbedingt auf einen sicheren Stand der Leiter achten.
  • Am einfachsten lässt sich die Rinne mit Handschuhen und einem Eimer reinigen - Laub und Schmutz einfach per Hand entfernen.
  • Wenn das nicht ausreicht, gibt es spezielles Reinigungswerkzeug wie Schaber, Bürsten und Spiralen.
  • Regenrinnen können durch ein Laubnetz oder Gitter vor dem Verstopfen geschützt werden.
  • Einige Fachbetriebe bieten bei der Installation der Regenrinne Wartungsverträge an, die eine regelmäßige Überprüfung der Rinne einschließt.

Weiterlesen:
Unwetter: Schäden durch Sturm und Regen- Welche Versicherung zahlt?
Sonnen- und Sichtschutz: Welche Urteile Vermieter kennen sollten
Was im Herbst zu beachten ist
Haftung für Sturmschäden

 

 

Weiterführende Links:
www.infocenter.ruv.de

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