Stadtentwicklung mit ökologischem Anspruch

Bahnstadt Heidelberg: derzeit größte Passivhaussiedlung weltweit

29.06.2018

In Heidelberg entsteht derzeit ein Stadtteil mit internationalem Modellcharakter. Die Bahnstadt setzt Standards in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Sie bietet Bewohnern und Beschäftigten höchste Qualität, vor allem aber greift die Stadt mit der Bahnstadt ein Prinzip auf, das sich in der Heidelberger Altstadt seit Jahrhunderten bewährt: Die enge Verzahnung von Wissenschaft, Gewerbe, Wohnen und Kultur in einem Quartier.

Ein neues Quartier entsteht in Heidelberg: Es heisst Bahnstadt.
Die Bahnstadt in Heidelberg begreift sich als ein weltweites Vorbild für nachhaltiges Bauen. FOTO: BUCK

Die Bahnstadt ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in ganz Deutschland. Die Stadt arbeitet mit der eigens gegründeten Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH) zusammen, die einen Großteil der Flächen entwickelt hat und vermarktet.

Wegweisend on Sachen Wohnqualität und Klimaschutz

Das Areal ist mit 116 Hektar größer als die Heidelberger Altstadt. Es liegt auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes. Der Hauptbahnhof ist wenige Gehminuten entfernt, in die Altstadt sind es zehn Minuten mit Fahrrad oder Straßenbahn und am südlichen Rand des Gebietes liegen Felder – eine einmalige Konstellation.

„Hier entsteht ein attraktives Stadtviertel, das in Sachen Wohnqualität und Klimaschutz wegweisend sein wird. Das neue Quartier der kurzen Wege vereint Arbeitsplätze, bezahlbares Wohnen und Klimaschutzmaßnahmen. Der Stadtumbau in Heidelberg kann damit Vorbild für andere Kommunen sein, um städtebauliche Missstände zu überwinden und Brachen zu revitalisieren“, sagte Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesbauministerium, bei ihrem Besuch im Januar 2017 in der Bahnstadt.

Eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland

Die Stadt nutzt diese Lage für Wohnraum, Wissenschaft und Gewerbe. Rund 6.500 bis 6.800 Menschen werden später in dem Gebiet leben, hinzu kommen etwa 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze, vor allem in Forschung und wissenschaftsbasierten Unternehmen.

Ökologisch wohnen

Im Juni 2012 sind die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in die Bahnstadt gezogen. Schon im Juli 2014 wurde der erste Bauabschnitt offiziell eingeweiht – alle Wohnquartiere dort sind mit insgesamt 762 Wohnungen komplett bebaut und bezogen. Im ersten Bauabschnitt engagierten sich verschiedene Bauträger, von der städtischen GGH über bundesweit agierende Immobilien-Investoren bis zu SOKA Bau, der Trägerin der Sozialkassen der Bauwirtschaft.

Im Jahr 2016 wurde der zweite Bauabschnitt der Wohnbebauung abgeschlossen. Aktuell leben mehr als 3.900 Menschen in der Bahnstadt, etwa 2.350 Wohnungen sind fertiggestellt. Ein spezielles Angebot sind die Gebäude, die sich mit Mikro-Apartments, Fitnessanlagen und Gemeinschaftsräumen an Studierende und Wissensnomaden richten.

Lesen Sie auf Seite 2: Bahnstadt setzt Zeichen beim Klimaschutz und SkyLabs ist Herzstück des Bahnstadt-Campus

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