Statistik der Baufertigstellungen

Beheizung mit erneuerbaren Energien auf dem Vormarsch

23.08.2019

Erstmals auf Platz 1 waren 2018 die erneuerbaren Energien bei der Beheizung neuer Wohngebäude. 

Solarmodule auf dem dach eines Mietshauses
Mithilfe einer Solarthermieanlage wird Sonnenenergie in Wärme umgewandelt. FOTO: ADOBESTOCK/ FINECKI

66,6 % der im Jahr 2018 neu errichteten Wohngebäude werden mit erneuerbaren Energien beheizt.

Gas verdrängt

In fast der Hälfte (47,2 %) der insgesamt 107 200 neuen Wohngebäude waren erneuerbare Energien die primäre, also die überwiegend eingesetzte Energiequelle. Damit haben die erneuerbaren Energien erstmals Gas von Platz 1 bei den primären Energiequellen für das Heizen verdrängt.

Gas wurde 2018 nur noch in 43,0 % der Wohnungsneubauten als primäre Energiequelle eingesetzt. 2017 hatte der Anteil von Gas noch 47,4 % betragen, gefolgt von den erneuerbaren Energien mit 43,3 %. Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten 2018 zusammen 9,8 % (2017: 9,3 %).

Zu den erneuerbaren Energien zählen Geothermie, Umweltthermie, Solarthermie, Holz, Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energien zählen Öl, Gas und Strom. Fernwärme stellt eine weitere Energiequelle dar.

Wärme aus der Luft oder dem Wasser

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Umweltthermieanlagen (71,1 %), die Wärme aus der Luft oder dem Wasser entziehen, oder Geothermieanlagen (16,1 %), die Wärme im Erdinnern nutzen.

Wird in neuen Wohngebäuden eine sekundäre Energiequelle eingesetzt, werden bevorzugt die erneuerbaren Energieträger Solarthermie (15,1 %) und Holz (14,7 %) genutzt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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