Das bringt energetisches Sanieren

Gute Zeiten für die Wohnungswirtschaft und für Bauherren: Der Staat belohnt Energieeffizienz mit erheblichen Fördermitteln. Je nach Haustechnik-Konzept gibt es Geld aus mehreren Töpfen.

Kosten runter, Komfort rauf: Das bringt energetisches Sanieren. FOTO: M.EISINGER
Kosten runter, Komfort rauf: Das bringt energetisches Sanieren. FOTO: M.EISINGER

Wer sein Gebäude energetisch saniert, verbraucht weniger Energie und profitiert mehrfach. Und das geht eigentlich ganz einfach: 

  1. Stoppen Sie Energieverluste! Modernisieren Sie alle Bauteile, die Ihr Haus nach außen hin abschließen – also zum Beispiel Dach, Außenwände oder Fenster und Türen. So bleibt die Wärme dort, wo sie hingehört. Im Winter drinnen, im Sommer draußen.
  2. Heizen Sie effizient – und nachhaltig. Eine moderne Heizungsanlage spart Energie und Geld. Am besten ist es, beim Heizen die Energie aus Sonne, Biomasse oder Luft und Erde zu nutzen.

Ein Gebäude, viele Möglichkeiten

Bei einer energetischen Sanierung können Sie an vielen Schwachstellen ansetzen. Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick:

  • Dämmen, zum Beispiel Dach, Fassade oder Kellerdecke
  • Neue Fenster und Türen einbauen
  • Neue Heizung installieren – am besten eine Anlage, die sich aus erneuerbaren Energien speist

Wichtig ist, dass Sie das Gebäude als Ganzes betrachten und alle Maßnahmen aufeinander abstimmen. Beispielsweise bringt es nichts, die Fassade zu dämmen, wenn die Wärme weiterhin über ein undichtes Dach oder alten Fenstern entweichen kann. Und Ihre neue Heizung kann kleiner ausfallen, wenn Sie ohnehin eine Dämmung planen.

Lassen Sie sich beraten
Damit Sie am Ende auch die gewünschte Einsparung erzielen: Lassen Sie sich von Anfang an beraten. Am besten mit einer „Vor-Ort-Beratung“. Hierbei nimmt ein Energieberater oder eine Energieberaterin Ihr Gebäude genau unter die Lupe und sucht nach Schwachstellen. Anschließend erhalten Sie ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Sanierungskonzept. Das BMWi übernimmt 60 Prozent der Beratungskosten, das sind durchschnittlich bei Ein- und Zweifamilienhäusern 730 Euro, bei größeren Wohngebäuden 1.011 Euro.

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