Gebäude-Raster: Hilfe bei der Umsetzung energetischer Maßnahmen
Schnellere Ersteinschätzung: Wie hoch ist der Sanierungsbedarf?
Das Raster möchte damit die Bewertung des Handlungsbedarfs für Wohngebäude erheblich vereinfachen und somit helfen die Sanierungsquote erhöhen.
Es basiert auf der aktuellen Gesetzeslage und unterteilt Immobilien in sieben leicht verständliche Kategorien. Zusätzliche Faktoren wie Baujahr, Nutzung oder technische Details treten zunächst in den Hintergrund. Stattdessen ermöglicht das Raster eine schnelle Ersteinschätzung: Wie hoch ist der Sanierungsbedarf? Welche Maßnahmen sind vorrangig? Wie dringend muss gehandelt werden? Für jede der sieben Gebäudekategorien enthält das Raster konkrete Hinweise zu Dringlichkeit, Handlungsbedarf und Lösungspfaden.
Für die erste Einordnung sind nur zwei Fragen zum betreffenden Gebäude zu beantworten:
1. Welche Gebäudeeffizienzklasse hat das Gebäude (laut Verbrauchsausweis)?
▪ F, G, H (>159 kWh/m2a) ➔ Handlungsbedarf hoch (in 5-10 Jahren)
▪ D, E (100-159 kWh/m2a) ➔ Handlungsbedarf mittelfristig (> 10 Jahre)
▪ A, B, C (<100 kWh/m2a) ➔ Handlungsbedarf niedrig (>15 Jahre)
2. Wie steht es mit Alter und Technologie der Heizungsanlage?
▪ Heizung erfüllt nicht die Zielvorgabe des GEG (65% Anteil erneuerbarer Energien) UND technische Betriebsdauer der Heizung wird bald erreicht ➔ Handlungsbedarf hoch
▪ Heizung erfüllt nicht die Zielvorgabe des GEG (65% Anteil erneuerbarer Energien),läuft aber noch mehrere Jahre ➔ Handlungsbedarf mittel
▪ Heizung erfüllt bereits die Zielvorgabe des GEG (65% Anteil erneuerbarer Energien), und läuft voraussichtlich noch mehrere Jahre ➔ Handlungsbedarf niedrig
Entwickelt wurde das Gebäuderaster vom Immobilienverband Deutschland IVD, der Bundesverband für Energieberatende (GIH) sowie der Bundesverband für Energie- & Wasserdatenmanagement (bved).
Aus Orientierung soll konkrete Handlung werden
Das Gebäuderaster soll Hausverwaltern eine schnelle und praxisnahe Ersteinschätzung ihres Sanierungsbedarfs ermöglichen. Auf dieser Grundlage könnten qualifizierte Energieberatende technologieoffen und staatlich gefördert Sanierungsoptionen in der Eigentümerversammlung vorstellen. Die Energieberatenden sollen dann gemeinsam mit der WEG einen maßgeschneiderten Umsetzungsplan entwickeln – häufig auf Basis eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Nachdem die Maßnahmen zur energetischen Sanierung von der Eigentümergemeinschaft beschlossen wurden, folge die schrittweise Begleitung der Expert:innen von der Planung über die Fördermittelbeantragung bis hin zur Baubegleitung.
In Kooperation mit den Partnerverbänden GIH und bved werden zudem passende Dienstleistungen aufgezeigt – von der energetischen Beratung bis zur Datenerhebung.
Unten können Sie sich das Gebäuderaster für Wohngebäude zur einfachen Ermittlung des Sanierungsbedarfs kostenlos herunterladen (PDF, 19 Seiten)
Quelle: IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.














