Erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Digitalisierungsbegriffs

19.07.2016

Der DDIV führte eine Umfrage zum Stand der Digitalisierung unter rund 140 Immobilienverwaltungen und 34 Dienstleistern durch. Demnach werden in der Branche bereits flächendeckend digitale Technologien eingesetzt – bei genauerem Hinschauen wird jedoch klar, dass erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Digitalisierungsbegriffs bestehen.

BILD: PIXELIO/R.STURM; CH.LIETZ

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e. V. veröffentlichte jetzt die Ergebnisse der Umfrage zum Stand der Digitalisierung.

Während digitale Technologien bei der Kommunikation via E-Mail und bei der Erstellung des Wirtschaftsplans schon durchgängig verbreitet sind, ist der Einsatz komplexerer und vernetzter Anwendungen oder auch vermeintlich simpler Lösungen, wie die Nutzung einer Abstimmungssoftware, nach wie vor eher selten. In der Immobilienverwaltungsbranche bestehen bereits viele vereinzelte Anwendungen, jedoch nur selten abgestimmte und umfassende digitale Lösungen. Dabei werden dem regelmäßigen Einsatz digitaler Technologien erhebliche Zeiteinspareffekte bescheinigt. Hier hat die Branche Nachholbedarf vor allem, weil über 90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen digitalen Technologien in der Zukunft eine zentrale Rolle zuschreiben.

Große und mittelgroße Immobilienunternehmen können leichter reagieren
Im Vergleich zu kleinen und Kleinstverwaltungen können große und mittelgroße Unternehmen mit einer breiten Personaldecke und einem größeren finanziellen Spielraum leichter auf solche Entwicklungen reagieren. Für die Branche und die räumliche Abdeckung bedeutet dies, dass die Digitalisierung sich vorerst auf die Großstädte und deren umliegenden Agglomerationsräume konzentrieren wird, da dort die Mehrheit der großen bis mittelgroßen Verwaltungsunternehmen ansässig und aktiv ist.

Auch vor dem Hintergrund des kürzlich verabschiedeten Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende, stellt die Digitalisierung die Dienstleistung der Immobilienverwaltung zukünftig vor große Herausforderungen. Diese werden sich vielleicht nicht gleich morgen, sicherlich jedoch innerhalb der nächsten Jahre bemerkbar machen. Ob die Branche diese Entwicklung aktiv begleitet oder nur darauf reagiert, hängt dabei vor allem von den jeweiligen Entscheidungsträgern in den Unternehmen ab.

Die Studie steht Mitgliedern der DDIV-Landesverbände digital zur Verfügung und ist über die Landesverbände oder das Intranet des DDIV zu beziehen.

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