Warum die Telekom den Schulterschluss sucht

„Die Wohnungswirtschaft hat eine Schlüsselrolle“

Während der Corona-Krise wechselten Millionen Deutsche ins Homeoffice, es wurde im Internet gesurft und gestreamt wie noch nie – und viele wunderten sich: Warum hielt das Netz dem explosionsartig gewachsenen Datenverkehr stand? Die Antwort heißt: Glasfaser.

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Die Telekom investiert jährlich fünf Milliarden Euro in den Ausbau der digitalen Netzinfrastruktur. Bild: Telekom
Die Telekom investiert jährlich fünf Milliarden Euro in den Ausbau der digitalen Netzinfrastruktur. Bild: Telekom

Die Telekom hat in den letzten Jahren das größte Glasfasernetz Deutschlands mit 500.000 Kilometern Länge gebaut. Allein 2019 kamen 60.000 weitere Kilometer dazu; auch 2020 wächst es Woche um Woche – überall in Deutschland, in Stadt und Land. Die „digitale Lebensader“ Deutschlands ist bereits im Kern aus Glasfaser. Das erklärt seine Leistungsstärke, die für Deutschland von außerordentlicher Bedeutung ist: für seine Wirtschafts- und Innovationsstärke, aber auch für die gesellschaftliche Teilhabe seiner Menschen. Diese Verantwortung für Deutschland gehört zur Identität der Telekom, deshalb investiert die Telekom wie kein anderes Unternehmen in die digitale Infrastruktur: fünf Milliarden Euro jährlich.

Vermieter und Verwalter haben von dieser Mammutaufgabe bisher kaum Notiz genommen – das ändert sich jetzt. Denn um das Werk zu vollenden, gehört die Glasfaser ins Haus, besser noch in jede Wohnung und jede Gewerbeeinheit. Eine im wahrsten Sinne „epochale“ Aufgabe. Der Glasfaseranschluss soll jetzt und für die kommenden Generationen so selbstverständlich werden, wie es der Telefonanschluss in den letzten 100 Jahren war. Die Wohnungswirtschaft spielt deshalb jetzt eine Schlüsselrolle auf dem Weg Deutschlands zur Glasfaser-Nation.

>> Bis 2030 soll jede Wohnung an das Glasfaserkabel

Die Telekom hat diese Bedeutung verstanden und ihren Geschäftsbereich Wohnungswirtschaft ganz neu aufgestellt und personell verstärkt, aber auch inhaltlich neu ausgerichtet. Denn, um Vermieter und Verwalter für den Glasfaseranschluss ihrer Liegenschaften zu gewinnen, braucht es mehr handfeste Argumente als nur Appelle an die gemeinsame Verantwortung für Deutschland. Die Telekom hat deshalb ihre Rolle und Perspektive als Geschäftsbereich Wohnungswirtschaft neu definiert: als aktive Interessenvertretung und „verlängerter Arm“ der Wohnungswirtschaft in den Weltkonzern Telekom hinein. Dieser Rollenwechsel bringt bereits jetzt verblüffende Resultate: Denn die Telekom ist jetzt in der Lage, sämtliche Ressourcen und Geschäftsfelder für die Wohnungswirtschaft zu aktivieren; das reicht von dem Glasfaserausbau zu 5G-Mobilfunk, von IT-Dienstleistungen für Geschäftskunden bis zu den Innovationszentren im Konzern. Auf diese Weise bietet die Telekom der Wohnungswirtschaft jetzt mehr Anknüpfungspunkte und konkrete Produkte: Es beginnt mit dem Glasfaseranschluss und der Fernseh-Versorgung und reicht bis zu digitalen Lösungen, mit der sich die Vermietung und Verwaltung effizienter gestalten lässt. Auch für Telemetrie und E-Ladesäulen, für digitale Schließsysteme und das Gebäudemanagement per Drohnenflug hat die Telekom ein Angebot.

Eines der wichtigsten Argumente, jetzt mit der Telekom zu sprechen, ist jedoch das Thema Kabelfernsehen und Breitbandversorgung. Denn seit einer ganzen Serie von Übernahmen im Kabel sehen sich Vermieter und Verwalter mit einem Monopol konfrontiert. Die Telekom sorgt dafür, dass sie sich bei der Ausschreibung von Gestattungsverträgen oder auch einem Neubau der Hausvernetzung auf eine leistungsstarke Alternative verlassen können. Dabei kann das alte Kabelnetz zukunftssicher durch Glasfaser ersetzt werden – dies ist jedoch kein Muss: Auf Wunsch kann sogar das vorhandene Koax-Kabelnetz im Haus an die Telekom-Glasfaser angeschlossen und weiter betrieben werden. Das bringt sofort mehr Internet-Bandbreite und mehr Fernsehvielfalt für alle Bewohner im Haus. Nicht zu vergessen: mehr Service. Denn die Telekom gewinnt mit ihren 30.000 Service-Mitarbeitern nicht nur regelmäßig Preise für den besten Kundendienst und technischen Service, sondern auch höchstes Vertrauen der Verbraucher.

Jean-Pascal Roux

Jean-Pascal Roux
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Artikel „Die Wohnungswirtschaft hat eine Schlüsselrolle“
Seite 20
29.7.2021
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