Warum? Aus den üblichen Gründen, die wir Verwalter alle kennen: unwirtschaftlich, unwirtschaftlich, unwirtschaftlich!
Aber „eigentlich“ heißt ja nicht gar nicht, denn in letzter Zeit habe ich selbst mit meinen Abwehrkonditionen in Form von wirklich happigen Mindestpauschalen keinen Erfolg mehr bei der Ablehnung solcher Objekte und Kunden. Die sind nämlich mittlerweile bereit fast jeden Preis zu zahlen. Hauptsache, das Objekt wird sach- und fachgerecht verwaltet und man muss sich als Eigentümer nicht selbst drum kümmern. Trotz solcher Konzepte wie Matera & Co., die Gemeinschaften bei der Eigenverwaltung helfen. Nur dass bei diesen am Ende des Jahres meist eine viel höhere Summe an Vergütung steht als beispielsweise bei uns. Trotz hoher monatlicher Verwaltergebühr.
Und verstehen kann ich die Eigentümer und Gemeinschaften schon, denn unser Job und die Thematik werden ja von Jahr zu Jahr komplizierter und beratungsintensiver. Wer sich dann nicht hauptberuflich der Verwaltung widmen kann, reibt sich an den ganzen Themen auf.
Was ich allerdings dennoch tue, ist, mir sehr genau auszusuchen, wen ich mir da ins Haus hole. Problemobjekte und querulantische Kunden haben bei mir keine Chance. Der Kunde will zwar möglichst digital arbeiten und kommunizieren, gibt mir für den Kontakt aber nur eine Freemail-Adresse und die Mobilnummer ist tabu? Dann lassen diese sich bitte woanders betreuen. Nicht mit mir!
Eine sehr komfortable Situation, wie ich finde. Lange Jahre waren wir Verwalter es, die sich nach der Decke strecken und immer wieder die Ansprüche unserer Kunden erfüllen mussten.
Schön, dass es jetzt auch mal andersrum ist und wir Hausverwaltungen diktieren können, was wir machen, mit wem und zu welcher Vergütung.
Denn ich weiß ja nicht, wie es aktuell bei Ihnen ist, aber die nach einer HV suchenden Kunden stehen bei mir gerade Schlange. Kann gerne so weitergehen.
Michael Friedrich
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