Das merke an mir selbst als auch in unseren Hausverwaltungen. Der Ton bei den Kunden wird rauer und die „Zündschnur“ immer kürzer. Wo das noch hinführen mag, ist derzeit nicht absehbar. Jedoch meine ich, dass wir uns nicht auf stabilere, sondern auf volatilere Zeiten einrichten sollten.
Das Jahr 2025 fängt zudem mit einer weiteren bürokratischen Hürde an: die vom Staat vorgeschriebene „E-Rechnung“ und den damit zusammenhängenden Vorschriften, die wir Verwalter seit dem 1. Januar einhalten müssen. Ich schätze mal, dass viele meiner Kollegen das Thema erst kurz vor Schluss in Angriff genommen haben. Ich schließe mich hier nicht aus, denn im Chaos des letzten Jahres hatte ich einfach keine Zeit, mich damit zu beschäftigen.
>> Bürokratieentlastungsgesetz: Was ändert sich für Vermieter und Hausverwalter?
Mit dem Umstand der E-Rechnung und dem zugrundeliegenden Ansatz unseres Staates in punkto kontrollierbarer Fiskalströme habe ich grundsätzlich kein Problem. Ich habe ja nichts zu verbergen. Mich stört aber, dass es mal wieder eine staatliche Auflage gibt, um deren praktische Umsetzung wir uns als Unternehmer selbst und auf eigene Kosten kümmern sollen und müssen.
Mal wieder mehr Bürokratie anstatt weniger. Mal wieder mehr Aufwand und Kosten anstatt weniger. Das nervt schon ein wenig, denn diese Kosten können wir Verwalter ja nicht mal eben eins zu eins an unsere Kunden weitergeben. Die werden uns was husten …
Es bleibt abzuwarten, was sich in den nächsten Monaten – gerade für uns Immobilienverwaltungen – an Veränderungen ergibt, denn es stehen Wahlen vor der Tür. Glaubt man den Wahlversprechen der einzelnen Politiker und Parteien, kann es spannend werden.
Warten wir mal ab, ob und wie sich nach der Wahl die politischen Verhältnisse in Deutschland entwickeln und welche Auswirkungen das auf unsere Branche haben wird.
Michael Friedrich
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