Führende Akteure der Immobilienwirtschaft gründen „Initiative Digitaler Türzugang"

Türzugang spielt bei sehr vielen Kernprozessen der Wohnungswirtschaft eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Steuerung von Handwerksdienstleistungen oder Mieterwechseln. Entsprechend wichtig ist es, dass zwischen verschiedenen Systemen offene und sichere Schnittstellen für reibungslos funktionierende Prozesse bestehen.

Führende Akteure der Immobilienwirtschaft gründen Initiative für digitalen Türzugang (IDiT)
Führende Akteure der Immobilienwirtschaft gründen Initiative für digitalen Türzugang (IDiT)

Das sagte Holger Rentel, Director der Deutsche Wohnen, ein Gründungsmitglied „Initiative Digitaler Türzugang“, kurz IDiT.

Die Initiative verfolgt drei Hauptziele: Sie will sich für Aufklärung über digitale Türzugangssysteme einsetzen, Geschäftsmodelle über Einzelinteressen hinweg  aus wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Sicht untersuchen und sich für einheitliche technische und rechtliche Standards für digitale Türzugangssysteme einsetzen. Anfang der Woche wurde dazu ein entsprechendes Konzeptpapier verabschiedet. Zu den beteiligten Gründungsunternehmen gehören Deutsche Wohnen, KIWI, Schindler Deutschland, Gegenbauer, Greenberg Traurig, PRÜM, GARANT, Immobilien Service Deutschland, ABUS und Hager Group mit Türsprechanlagen der Marke Elcom.

Die Gründungsunternehmen, die der Wohnungswirtschaft und ihren Dienstleistern angehören, sehen im digitalen Zutritt großes Potential. Dem flächendeckenden Einsatz stehen heute jedoch einige Hemmnisse entgegen, für die die Unternehmen gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen.

Dr. Christoph Enaux, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Greenberg Traurig, denkt an die Entstehung weiterer Geschäftsfelder: „Digitaler Zugang als Plattform ist deutlich mehr, als nur eine Zutrittsberechtigung für eine einzelne Tür zu vergeben. Im Ökosystem des Türzugangs entsteht eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten, die auch zahlreiche neue rechtliche Fragen aufwerfen. Über die IDiT wollen wir diese Fragen frühzeitig erkennen und lösen, um so auch bei den Geschäftsmodellen Branchenstandards zu schaffen und Silo-Lösungen zu vermeiden.“   

Für KIWI Geschäftsführer Karsten Nölling ist auch der Informationsaspekt ein wesentlicher Beweggrund, die Initiative ins Leben zu rufen: „Vielfach besteht heute noch Unwissen und Unsicherheit über die Anwendungsmöglichkeiten und damit verbundenen Chancen, aber auch Grenzen und Risiken beim digitalen Türzugang. Wir sind froh, in der Initiative wichtige Akteure aus Wohnungswirtschaft, etablierten Dienstleistern und PropTechs zusammen zu bringen, um gemeinsam die wesentlichen Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu lösen.“

Die IDiT ist ein Zusammenschluss von Akteuren der Wohnungswirtschaft und ihren Dienstleistern, die sich für den verbreiteten Einsatz von digitalem Türzugang einsetzt. IDiT will gemeinsam Aufklärungsarbeit leisten und sich für die Schaffung von einheitlichen rechtlichen und technischen Standards einsetzen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören das Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen, der Hersteller des digitalen Türzugangssystems KIWI, der Aufzugshersteller Schindler Deutschland, die Facility Manager Gegenbauer und Immobilien Service Deutschland, die Kanzlei Greenberg Traurig, die Türenhersteller PRÜM und GARANT, der Anbieter von Sicherheitslösungen ABUS und Hager Group mit Türsprechanlagen der Marke Elcom.

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