GdW: "Wir müssen uns für attraktive Quartiere und lebendige Nachbarschaften in schrumpfenden Regionen einsetzen"

Während in Ballungszentren der Wohnraum knapp wird, kämpfen einige ländliche Regionen mit zunehmendem Leerstand. Der GdW fordert ein ressortübergreifendes Stadtumbauprogramm, um attraktive Quartiere und lebendige Nachbarschaften in Gebieten zu sichern, die von Bevölkerungsrückgang betroffen sind.

Straße in der Altstadt von Brandenburg an der Havel. Im Bundesland Brandenburg sind etwa 12 bis 15 % der Wohnungen ungenutzt. FOTO: Dagmar Hotze
Straße in der Altstadt von Brandenburg an der Havel. Im Bundesland Brandenburg sind etwa 12 bis 15 % der Wohnungen ungenutzt. FOTO: Dagmar Hotze

Der Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW setzte sich als Vertreter der Wohnungsunternehmen und -genossenschaften für eine langfristige Fortführung des Erfolgsinstruments Stadtumbau ein. Als zuverlässiger Partner der Kommunen hat die Wohnungswirtschaft beim Rückbau in den vergangenen Jahrzehnten die Hauptlast geschultert.

Wohnungswirtschaft als zuverlässiger Partner der Kommunen
Die Wohnungswirtschaft unterstützt den Vorschlag aus dem Evaluationsgutachten zum Stadtumbau, nach Jahren der Aufwertungs- und Rückbaumaßnahmen sowohl in wachsenden als auch in schrumpfenden Regionen in Ost und West ein gemeinsames bundesweites Stadtumbauprogramm – möglichst noch in der laufenden Legislaturperiode – zu schaffen. Im Haushalt 2017 hat der Bund die Stadtumbaumittel erfreulicherweise insgesamt um 50 Millionen Euro auf knapp 250 Millionen Euro angehoben. Diese Aufstockung müsse unbedingt, wie in der Finanzplanung der jetzigen Regierung vorgesehen, bis 2020 gesichert und auch für die Jahre danach festgeschrieben werden, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Die spezifischen Förderinstrumente des Stadtumbaus Ost zum Rückbau von dauerhaft nicht mehr benötigtem Wohnraum müssten in das künftige gemeinsame Programm eingehen und auch für Kommunen mit gleicher Problemlage in den alten Ländern zur Verfügung stehen.

Nach Ansicht des GdW bräuchten die Wohnungsunternehmen flankierende Maßnahmen, um die wirtschaftliche Tragbarkeit des Stadtumbaus zu sichern. Es sei ein begleitendes Förderprogramm notwendig, um durch nicht-investive Maßnahmen attraktive Ankerpunkte in schrumpfenden Gebieten zu schaffen beziehungsweise zu erhalten.

Eine ausführliche Stellungnahme des GdW finden Sie hier (PDF)

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