Leichtes Wachstum trifft auf harte Realität
Die EXPO REAL, die vom 5. bis 7. Oktober 2026 in München stattfand, zog in diesem Jahr 1.777 Aussteller aus 37 Ländern an und mehr als 42.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 74 Ländern Auf 76.000 Quadratmetern in sieben Hallen standen die Themen Wohnungsbau, Finanzierung und investierbare Infrastruktur im Mittelpunkt.
Investierbare Infrastruktur erstmals eigener Schwerpunkt auf der EXPO REAL
Mit InfrastructureNow griff die EXPO REAL die zunehmende Verbindung von Immobilien und Infrastruktur auf. Der neue Bereich erweiterte das Messeangebot um Energie-, digitale und soziale Infrastruktur sowie Verteidigung. Damit rückten die Schnittstellen beider Investmentbereiche und ihre Bedeutung für Immobilienstandorte stärker in den Fokus. Diese strategische Erweiterung der EXPO REAL stieß bei Ausstellern und Besuchern auf überaus positive Resonanz, wie Alexander Heinzmann, CEO der BPD Immobilienentwicklung, erläutert: „Aus unserer Sicht ist es notwendig, Immobilien und Infrastruktur konsequent zusammenzudenken. Gerade bei größeren Stadt- und Quartiersentwicklungen müssen Wohnen, Mobilität, Energieversorgung, Grün- und Freiräume sowie soziale Infrastruktur von Anfang an gemeinsam geplant werden. Nur wenn diese Bausteine ineinandergreifen, entstehen Quartiere, die langfristig funktionieren und den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werden.“
Wohnungsbau im Dialog zwischen Wirtschaft und Politik
An die positive Resonanz auf den im Vorjahr eingeführten Bereich „Flexible Housing – Opportunities next door“ knüpfte die EXPO REAL 2026 mit dem Thema Wohnen an. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie trotz hoher Bau- und Finanzierungskosten sowie langwieriger Planungs- und Genehmigungsprozesse mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland entstehen kann. Neben dem Neubau ging es um Aufstockung, Umnutzung, serielles und modulares Bauen sowie eine effizientere Flächennutzung. Die Diskussionen zeigten, wie eng politische Rahmenbedingungen, Investitionsentscheidungen und die Projektumsetzung zusammenhängen und wie wichtig der Dialog zwischen Wirtschaft und Politik ist.
Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte bei ihrem Besuch: „Die EXPO REAL ist ein Marktplatz, auf dem alle Gewerke zusammenkommen. Und das brauchen wir dringender denn je. Denn die einfachen Lösungen gibt es nicht. Und deswegen ist die EXPO REAL für mich ein Ort, wo Menschen zusammenkommen, die etwas bewegen wollen und vielleicht auch mit anderen Antworten nach Hause gehen als sie gekommen sind.“
Auch Prof. Dr. Alexander von Erdély, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstreicht, dass diese Aufgaben gemeinsames Handeln von Politik und Wirtschaft erfordern: „Die EXPO REAL 2026 hat für mich eines deutlich gemacht: Der angestrebte Aufbruch in der Immobilien- und Baubranche stellt uns vor Aufgaben erheblichen Ausmaßes, die wir als öffentliche Hand und Privatwirtschaft nur gemeinsam lösen können. Serielles und modulares Bauen ist die Antwort auf die neue Geschwindigkeit und Skalierbarkeit, die wir brauchen. Die EXPO REAL ist für mich der Ort, wo aus Ideen Gespräche werden und aus Gesprächen echte Lösungen."
Transform & Beyond: Lösungen im Fokus
Die Umsetzung konkreter Vorhaben prägte auch den Bereich der Transform & Beyond, in dem die Transformation der Immobilienwirtschaft erneut im Mittelpunkt stand. Unternehmen und Start-ups präsentierten Lösungen für Dekarbonisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Energieversorgung. Die Anwendungen verdeutlichten, wie technologische Innovationen zunehmend Eingang in die Planung, den Bau und den Betrieb von Immobilien finden.
Die nächste EXPO REAL findet von 4. bis 6. Oktober 2027 in München statt.











