Mieterstrom: Für alle Arten von Immobilien interessant

Die Kombination von Ökostrom mit eigener Energieerzeugung ermöglicht einer großen Zahl an Haushalten und Unternehmen, direkt an der Energiewende teilzuhaben. War die Selbstversorgung mit Energie bisher vor allem Eigenheimbesitzern vorbehalten, ändern das heute immer mehr Mieterstrommodelle.

FOTO: POLARSTERN
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Ob eine Immobilie für Mieterstrom geeignet ist, hängt vor allem vom Verbrauchsprofil der Mieter ab. Während sich Blockheizkraftwerke am besten für Gebäude ab zehn Parteien rechnen, kann sich eine Solaranlage schon bei Ein- und Zweiparteien-Gebäuden lohnen. Hier ist vor allem die Lage entscheidend, das heißt, wie schattig es beispielsweise auf dem Dach ist.

Im Münchner Stadtteil Aubing beziehen ab November über 300 Mieter ihre neuen Wohnungen, versorgt mit Strom aus „eigener Herstellung“. Er wird über eine 92 Kilowatt große Photovoltaikanlage sowie ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt erzeugt. Künftig sollen so pro Jahr rund 220.000 Kilowattstunden sauberer Strom produziert werden. „Die Mieter decken über 60 Prozent ihres Strombedarfs aus der lokalen Stromproduktion“, erklärt Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorger Polarstern. „Und sie sparen jährlich fast zehn Prozent ihrer Energiekosten verglichen zur Grundversorgung.“ Weil sie gleichzeitig ihren restlichen Strombedarf mit Wirklich Ökostrom von Polarstern decken, vermeiden sie pro Jahr rund 140.000 Kilogramm CO2-Emissionen.

Bedeutung von Mieterstrommodellen aus Sicht von Immobilienexperten
„Beim Wohnungsbau haben wir die Zukunft im Blick“, sagt Dr. Hendrik Schlune, Geschäftsführer der GVD Immobilien GmbH & Co. KG. „Während die Energie- und Wärmewende von Mietern und Wohnungsbauunternehmen häufig als Kostentreiber wahrgenommen wird, wollen wir zeigen, dass es auch anders geht. Im Energiebereich können wir schon heute relevante Meilensteine legen, um die eigene Energieversorgung auf unabhängigere Beine zu stellen und sie von der Energiepreisentwicklung schrittweise zu entkoppeln. Während wir unserer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht werden, sichern wir nebenbei langfristig die Attraktivität unserer Immobilien und schaffen durch niedrige Energiekosten einen Mehrwert für unsere Mieter.“

Mehr zum Thema "Mieterstrom":
IVV-Vortrag und Diskussion auf der Fachmesse bautec
am 19.02.15, 10 - 12, Halle 23
Thema: Mieter-Strom, Hausmacher-Strom, Quartier-Strom
Es werden ausgewählte Berliner Projekte zur dezentralen Energieproduktion vorgestellt.

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Themenschwerpunkt der Septemberausgabe der IVV: Wirtschaftliches Heizen.

 

Weiterführende Links:
https://www.polarstern-energie.de/mieterstrom/

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