90 Genossenschaftswohnungen in Hamburg-Eppendorf

Neubauten für gemischte Nutzungsformen

27.07.2017

In Eppendorf entsteht mit MARTINI44 ein Quartier der besonderen Art. Den Mittelpunkt bilden 90 Genossenschaftswohnungen, errichtet vom Bauverein der Elbgemeinden (BVE), Hamburgs größte Wohnungsgenossenschaft.

Wohnquartier MARTINI44. Die Wohnungsgenossenschaft Bauverein der Elbgemeinden (BVE) plant in Hamburg rund 800 neue Wohnungen in den nächsten drei Jahren. Visualisierung: BVE.

In Eppendorf entstehen 90 öffentlich geförderte Genossenschaftswohnungen sowie kulturelle und soziale Einrichtungen hinter der denkmalgeschützten Fassade des ehemaligen Bethanien-Krankenhauses in der Martinistraße.

Vor allem günstige Familienwohnungen werden hier gebaut, zum Beispiel im Zweiten Förderweg mit einer Anfangsmiete von 8,30 € pro Quadratmeter nettokalt. Für das sonst eher hochpreisige Eppendorf ist das ein sehr attraktives Angebot. Zum Gesamtobjekt MARTINI44 gehört auch die Baugemeinschaft Martinis, die insgesamt 24 Wohnungen im 1. Förderweg beziehen wird. Martinis ist ein Wohnprojekt von überwiegend älteren Menschen.

Zusammenleben von Jung und Alt

Es wird ebenfalls eine Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen geben, eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz sowie die Sozialstation Eppendorf. Die Entwürfe dafür stammen von den Hamburger Architekturbüros APB und KBNK.

Der BVE achtet bei seinen zahlreichen Neubauaktivitäten vermehrt auf gemischte Nutzungsformen. „Wir bauen Wohnungen mit sehr langfristiger Perspektive und halten den Standard auf hohem Niveau“, sagt BVE-Vorstand Michael Wulf. Sein Vorstandskollege Axel Horn erklärt das erfolgreiche Geschäftsmodell der Genossenschaft so: „Wir sind hier vor Ort, wir bleiben nach dem Bau von Wohnungen hundert Jahre und kümmern uns um die Quartiere, die Pflege der Gebäude und besonders die Menschen, die dort wohnen.“

Im Einsatz: Eisspeicher in Verbindung mit Gaswärmepumpe

Für MARTINI44 beschreitet der BVE auch energetisch neue Wege: So wird ein Großteil der Wärme aus Umgebung und Gebäuden dem Heizungssystem wieder zugeführt. Hierbei setzt der BVE erstmals einen großen Eisspeicher in Verbindung mit einer Gaswärmepumpe ein.

Suchbegriffe: BVEHamburgNeubau

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