Bauprojekt "Wegweisender Neubau für Familien" ausgezeichnet

Damit beim Thema Wohnen in Brandenburg nicht alle nur an verlassene Gemeinden und heruntergekommene Unterkünfte denken, hat der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) 2008 das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“ ins Leben gerufen. Die erste „Gewohnt gut“-Auszeichnung 2020 geht im Juni nach Hennigsdorf bei Berlin.

Hinten haben die Häuschen kleine Gärten, vorne einen Abstellkasten. Auf eine Unterkellerung wurde verzichtet, um Baukosten zu sparen. BILD: Wohnungsgenossenschaft „Einheit" Hennigsdorf eG
Hinten haben die Häuschen kleine Gärten, vorne einen Abstellkasten. Auf eine Unterkellerung wurde verzichtet, um Baukosten zu sparen. BILD: Wohnungsgenossenschaft „Einheit" Hennigsdorf eG

In Hennigsdorf gibt es kaum noch Leerstand

Hennigsdorf ist beliebt, profitiert von einer guten Anbindung nach Berlin, ist Technologiestandort und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten und eine gute Infrastruktur. Die Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ Hennigsdorf erweitert deshalb ihre Bestände.

In der Waldstraße 69 A-H errichtet die Wohnungsgenossenschaft „Einheit" Hennigsdorf eG acht Reihenhäuser und kommt damit dem vielfach geäußerten Bedürfnis ihrer Mitglieder nach großzügigem, individuellen Wohnraum nach. Seit Fertigstellung der Gebäude im Dezember 2016/Anfang 2017 besteht Vollvermietung. Mit dem Neubau erschafft die Wohnungsgenossenschaft generationengerechten und zukunftsfähigen Wohnraum in zentraler Lage. Dafür wurde sie im Juni 2020 vom BBU und dem Staatssekretär im Infrastrukturministerium, Rainer Genilke mit dem „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Neubau für Familien gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016

Entstanden sind vier 4-Zimmer-Häuser mit 90 Quadratmetern Wohnfläche, sowie vier 5-Zimmer-Häuser mit je 125 Quadratmetern. Sie sind modern ausgestattet, verfügen über große Fenster, TV-Dosen in allen Zimmern, elektrische Jalousien, Glasfaseranschluss und Fußbodenheizung. Neben Badewannen und bodengleichen Duschen haben alle Häuser auch ein Gäste-WC. Terrassen und kleine Gärten sowie Abstellhäuschen neben der PKW-Stellfläche vor den Eingängen runden den Wohnkomfort für die BewohnerInnen ab. Die gelungene Architektur fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein und die Holzverkleidung der Eingangsbereiche und der Abstellhäuschen verleiht ihr eine warme Note.

CO2-Einsparungen im Blick

Die Gebäude sind gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 errichtet. Neben der entsprechenden Wärmedämmung hat sich die WGH bei der Heiztechnik für Fußbodenheizung via Fernwärme entschieden.

Auf eine Unterkellerung wurde verzichtet. Stattdessen gibt es Abstellhäuschen. So konnten die Baukosten niedrig gehalten werden. Der Mietpreis wird bei 10 Euro pro Quadratmeter liegen.

WGH nahm Kapitalmarktdarlehen auf

Die Gesamtkosten für den Neubau beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Die WGH hat für das Projekt ein Kapitalmarktdarlehen in Höhe von zwei Millionen Euro aufgenommen. Der Restbetrag von 300.000 Euro wurde aus Eigenmitteln finanziert. Insgesamt hat die WGH eine Wohnfläche von 860 qm gebaut, zu Baukosten von 2.674€/qm (Wohnfläche).

Das Qualitätssiegel vom BBU

Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ wird in der Regel sechsmal jährlich vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Den Unternehmen der sozialen Wohnungswirtschaft kommt bei Stadtentwicklung, gutem Wohnen, Bewältigung des demografischen Wandels und Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu.

Über die Preisvergabe entscheidet ein Bewertungsgremium, das neben dem BBU aus VertreterInnen der Arbeitsgemeinschaft „Städteforum Land Brandenburg“, der Bundestransferstelle Stadtumbau, einer Bank sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg besteht.

Quelle: BBU

 

 

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