Heizkostenentwicklung 2024

Brennstoffpreise doppelt so hoch wie vor der Energiekrise

Die Preise für Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben sich seit 2021, dem letzten Jahr vor der Energiekrise, im Durchschnitt knapp verdoppelt. Das wirkt sich im Dreijahresvergleich auf die Verbrauchsabrechnungen der Mieter:innen für Heizung und Warmwasser mit Mehrkosten von bis zu 330 Euro für das Jahr 2024 aus.

Bild: AdobeStock/ Sabineyro
Bild: AdobeStock/ Sabineyro

Anstieg von rund 42 Prozent in nur drei Jahren

Auf Basis realer Heizkostenabrechnungen hat ista die Entwicklung der Heizkosten seit 2021, dem letzten Jahr vor der Energiekriese analysiert. Für die Abrechnung 2024, die den Mieter:innen in diesem Jahr zugeht, wurden Daten des Statistischen Bundesamts zu Brennstoffpreisen herangezogen und gleiche Verbräuche wie im Vorjahr zugrunde gelegt. Im Ergebnis sind die Heizkosten bei allen Energieträgern - Erdgas, Fernwärme und Heizöl - deutlich gestiegen. 

Für eine typische 70-m²-Wohnung ergeben sich folgende Kostenberechnungen, inklusive Warmwasser: Zwischen 2021 und 2024 stiegen die durchschnittlichen Heizkosten bei Erdgas um 36 % - von etwa 615 Euro auf 835 Euro pro Jahr für eine typische 70-m²-Wohnung. 

Dies ist vor allem auf den um 65 % gestiegenen Energiepreis zurückzuführen (von 6,1 Cent/kWh auf 10,1 Cent/kWh).Auch bei Fernwärme stiegen die Heizkosten zwischen 2021 und 2024 erheblich - um 42 %, von etwa 778 Euro auf 1.109 Euro pro Jahr. Der Hauptgrund ist der massive Anstieg des Energiepreises um 70 % (von 10 Cent/kWh auf 17 Cent/kWh). Die Heizölkosten stiegen in diesem Zeitraum um 47 %, von etwa 616 Euro auf 905 Euro pro Jahr. Dies ist auf einen um 71 % gestiegenen Energiepreis zurückzuführen (von 6 Cent/kWh auf 10,3 Cent/kWh). 

Diese Zahlen hat der Immobiliendienstleister ista SE mit Sitz in Essen anhand von Abrechnungen von rund drei Millionen Wohnungen der Jahre 2021 bis 2023 ermittelt.

Monatliche Verbrauchsübersicht für Heizung und Warmwasser fehlt vielerorts immer noch

Wie schon bei vorherigen Umfragen weisen noch immer 74 Prozent der Befragten darauf hin, dass sie keine monatliche Verbrauchsübersicht für Heizung und Warmwasser erhalten. 68 Prozent wissen noch nicht einmal, dass sie darauf einen grundsätzlichen Rechtsanspruch hätten. Jedenfalls dann, wenn ihr Wohnhaus über digitale, fernauslesbare Messtechnik verfügt.

Aktuelle Daten aus dem Heiz-O-Meter haben auch ergeben: Deutschland heizt nicht sparsamer als in der letzten Heizsaison.

Sparsam heizen lohne sich aber: Bereits 1 Grad weniger Heizen kann Einsparungen von 6 Prozent bringen. 

Mit einem steigenden CO2-Preis werden diese Einsparungen in Zukunft noch gewichtiger. Das Jahr hat gerade erst angefangen, die Hälfte der Heizsaison liegt noch vor uns - Verbraucherinnen und Verbraucher können also noch einen spürbaren Unterschied bewirken," erklärt Hagen Lessing, CEO von ista. 

Quelle: ista SE

Redaktion (allg.)

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