Nachhaltige Quartiersentwicklung

BUWOG startet großes Holzbauprojekt

Grünes Licht für ein grünes Projekt: Mit erteilter Baugenehmigung kann die BUWOG nun das Neubauprojekt am Münsterberger Weg in Berlin-Kaulsdorf starten. Insgesamt entstehen dort 166 Wohnungen von 1 bis 5 Zimmern mit rund 14.300 m² Wohnfläche und mit einer besonderen nachhaltigen Ausrichtung: Der Baustoff Holz steht hier im Mittelpunkt.

Holz-Hybrid-Quartier der BUWOG in Berlin-Kaulsdorf. Visualisierung: BUWOG
Holz-Hybrid-Quartier der BUWOG in Berlin-Kaulsdorf. Visualisierung: BUWOG

Bei der hier eingesetzten Holzbauweise – das Projekt sei das größte Holzbauquartier Deutschlands, das ein einzelner Projektentwickler aus einer Hand realisiert – werde im großen Umfang CO2 eingespart. Insgesamt rund 5.200 Tonnen CO2 würden bei der Holzbauweise im Vergleich zum Bauen mit herkömmlichem Stahlbeton eingespart, wie die BUWOG vorab evaluierte. Dies entspreche der Menge an CO2, die ein PKW bei 800 Erdumrundungen ausstoßen würde. Die CO2-Einsparung gegenüber herkömmlicher Massivbauweise liegt bei rund 64 Prozent.

Auf dem Areal Münsterberger Weg realisiert die BUWOG, Tochterunternehmen der Vonovia SE, in Summe 18 Reihen- und Doppelhäuser sowie sieben Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungen. Seit Januar 2022 und noch bis voraussichtlich Ende Juni 2022 werden bereits – in behördlicher Abstimmung – die Abbrucharbeiten der alten Bestandsgebäude auf dem Areal durchgeführt. Noch 2022 könne der Hochbau beginnen – voraussichtlich 2024 werde das Neubauprojekt fertig.

Wärmeerzeugung überwiegend regenerativ

BUWOG-Geschäftsführerin Eva Weiß: „Holz erzeugt ein angenehmes Wohngefühl, aber der nachwachsende Rohstoff hat als natürlicher CO2-Speicher auch eine ganz praktische Funktion für das Klima. Bereits andernorts haben wir sehr gute Erfahrungen mit Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise gemacht. Wir freuen uns, mit dem Projekt am Münsterberger Weg nun ein ganzes Quartier in Holzbauweise zu errichten.“

Nachhaltigkeit werde bei dem Holzbauprojekt der BUWOG großgeschrieben: So entsprechen die Wohngebäude dem Standard KfW Effizienzhaus 55 EE. Die Wärmegewinnung im Quartier erfolge überwiegend mit erneuerbaren Energien durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen. Ein Gasbrennwertkessel werde lediglich punktuell zur Spitzlastabdeckung eingesetzt.

Kein Regen geht mehr ins Abwassernetz

Durch das Neubauprojekt werde zudem Boden entsiegelt: Ein vorher zu 100 Prozent versiegeltes Grundstück werde im Zuge der Quartiersentwicklung nur mit 35 Prozent neu versiegelt. Dies ermögliche, dass das Niederschlagswasser vollständig auf dem Grundstück versickern oder durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgelangen kann und künftig keine Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz mehr nötig ist. Im Zuge der Gestaltung der Außen- und Grünanlagen werden dabei 620 m² für Spielflächen eingeplant.

Zahlreiche Fahrradabstellplätze

Darüber hinaus werde für die Bewohner ein hochwertiges Fahrradkonzept realisiert, das den Verzicht aufs Auto attraktiv mache: Dafür werden rund 457 Fahrradstellplätze gebaut, 298 im Außenbereich und 159 in abschließbaren Fahrradräumen, die im Untergeschoss von der Tiefgarage aus erreichbar sind. (Red.)

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