Digitalisierung für Immobilienwirtschaft zunehmend existenzsichernd

Die Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, liegt vor. Demnach sagen 90 Prozent der Befragten, dass die Automatisierung durch digitale Technologie die Existenz von Unternehmen sichern würde.

BILD: PIXABAY/ nattanan23
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Automatisierung komme angesichts des Fachkräftemangels eine Schlüsselrolle zu

Der Aussage, dass der sich immer weiter verschärfende Fachkräftemangel zumindest teilweise durch Automatisierung ausgeglichen werden kann, stimmt rund die Hälfte der Befragten zu. Zudem sind sich die Studienteilnehmer weitgehend einig, dass sich Mitarbeitende dank Automatisierung vermehrt wertschöpfenden Aufgaben und Tätigkeiten widmen können. 

Besonders hoch schätzen die Befragten das Automatisierungspotenzial im Bereich der Rechnungsverarbeitung (78 Prozent) und der Verwaltung des Zahlungsverkehrs (69 Prozent) ein. Ebenfalls vielversprechende Automatisierungsmöglichkeiten sehen sie in der Datenübertragung zwischen Systemen (67 Prozent), dem Reporting (62 Prozent), dem Controlling (55 Prozent) und der Dokumentenanalyse (54 Prozent). Weiteres Potenzial liegt nach den Ergebnissen der Studie in der Mieterkommunikation (24 Prozent), der Bewertung (22 Prozent), der Vermarktung (19 Prozent) und Predictive Maintenance (16 Prozent). Das geringste Automatisierungspotenzial wird im Bereich der Bauausführung gesehen (4 Prozent).

Ausgaben für Digitalisierungs-Maßnahmen pendeln sich ein

Mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen investieren zwischen 1 und 5 Prozent ihres Umsatzes in die Digitalisierung. „Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich damit zunächst nicht fort“, sagt Schulz-Wulkow. „Gleichzeitig hat die Branche allerdings eine gewisse Reife erreicht, der Stand der Automatisierung liegt jedoch noch deutlich hinter den Möglichkeiten zurück“. Rodeck ergänzt: „Wenn 40 Prozent der Befragten angeben, dass der Anteil der bereits automatisierten Prozesse lediglich bei maximal 10 Prozent liege, dann gibt es noch viel zu tun. Wir müssen die Zahl der Unternehmen, bei denen der Anteil der bereits automatisierten Tätigkeiten jetzt schon bei immerhin zwischen 11 und 20 Prozent liegt, weiter ausbauen.“ 

Weitere Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

  • Das größte Digitalisierungspotenzial wird mit jeweils 17 Prozent in den Gebieten Property Management und Energiedienstleistungen gesehen. Beide Bereiche hatten noch im Vorjahr nur einstellige Zustimmungsraten erreicht. 
  • Nachhaltigkeit ist aus Sicht der Befragten ein besonders starker Treiber für die digitale Transformation: 97 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass Datentransparenz die Chancen erhöhe, ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in das Geschäft zu integrieren. Zudem herrscht Einigkeit darüber, dass digitale Technologien und Anwendungen (96 Prozent) sowie Daten und deren Auswertung (95 Prozent) der Schlüssel für ein professionelles ESG-Management sind.
  • Ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, dass die Corona-Pandemie als Treiber der Digitalisierung ihres Unternehmens wirkt. Rund 70 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die Pandemie zum Anlass genommen wurde, sich stärker mit der Digitalisierung im Unternehmen auseinanderzusetzen. 

Quelle: Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA), Studie in der ZIA-Cloud (71 Seiten)

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