Neue Erhebung zu Mieten und Wohnungspreisen

München ist Europameister - bei den Neubaupreisen

Mit durchschnittlich 9.160 EUR/qm bleibt Luxemburg das teuerste Land für Neubauwohnungen. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 11.200 EUR/qm nimmt München unter den untersuchten Städten die Spitzenposition ein und liegt damit sogar vor europäischen Metropolen wie Paris und London. Insgesamt zeigt sich, dass deutsche Großstädte im europäischen Vergleich mit zu den teuersten Wohnstandorten zählen. Auf München folgt Hamburg mit 7.700 EUR/qm auf Rang zwei in Deutschland, gefolgt von Berlin und Frankfurt mit jeweils 7.500 EUR/qm. Die zeigt der Property Index 2026 des Beratunsunternehmens Deloitte.

In München sind Neubauwohnungn teurer als in Paris oder London. Foto: Elke Hartmann / Pixelio
In München sind Neubauwohnungn teurer als in Paris oder London. Foto: Elke Hartmann / Pixelio

Die stärksten Preissteigerungen verzeichneten Durrës in Albanien mit 24,1 Prozent und Belgrad mit 20,0 Prozent. Auch bei der Bezahlbarkeit ist die Spannweite innerhalb Europas groß: Für eine 70-qm-Neubauwohnung werden in Turin durchschnittlich 4,7 örtliche Jahresgehälter benötigt, im albanischen Vlorë sind es hingegen 21,3 Jahresgehälter. 

Deutschland: Markterholung bei rückläufigem Wohnungsbau

Deutschland zählt mit rund 207.000 fertiggestellten Wohnungen weiterhin zu den größten Wohnungsbaumärkten Europas und liegt bei den absoluten Fertigstellungszahlen nahezu gleichauf mit Polen. Gemessen an der Wohnungsbauintensität fällt die Bundesrepublik jedoch deutlich zurück: Mit 2,48 fertiggestellten Wohnungen je 1.000 Einwohner:in liegt sie nur im unteren Mittelfeld und deutlich hinter Ländern wie Albanien, der Türkei, Irland oder Polen. Zugleich sank die Zahl der Wohnungsfertigstellungen gegenüber dem Vorjahr um 17,9 Prozent – einer der stärksten Rückgänge in Europa.

Die geringe Neubautätigkeit verschärft den bestehenden Wohnraummangel und prägt zunehmend die Marktentwicklung. Nach der Korrektur von 2022 bis 2024 zeigte der deutsche Wohnimmobilienmarkt 2025 und Anfang 2026 erste Erholungstendenzen. Trotz hoher Baukosten, verhaltener Transaktionsaktivität und geopolitischer Unsicherheiten stabilisierten sich die Preise vielerorts, insbesondere in den Metropolregionen. Im Neubausegment setzte die Erholung zunächst verhalten ein. Zuletzt verzeichneten einzelne Städte wieder leichte Preissteigerungen. Während bezahlbarer Wohnraum weiter an Bedeutung gewann, entwickelten sich hochpreisige Segmente schwächer.

Die stärkste Dynamik zeigte der Mietmarkt: Das begrenzte Angebot und die erschwerte Finanzierung von Wohneigentum ließen die Mieten vor allem in den Großstädten weiter steigen. Eine nachhaltige Entspannung setzt jedoch eine deutlich höhere Neubautätigkeit voraus.
 

Den kompletten Deloitte Property Index gibt es hier kostenlos im Download.

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