Neues Hochhaus spart Fläche

In Berlin Gropiusstadt stehen freilich schon genug Wohnhochhäuser. Die Ergebnisse eines Anwohner-Beteiligungsverfahrens zeigen aber: Lieber in die Höhe bauen, als weitere Freiflächen zu zerstören. Die degewo stellt in der Gropisstadt ein zweiflügeliges Wohnhochhaus hin und schafft damit 151 neue Wohnungen.

Rank, schlank, zweiflügelig: 151 neue Wohneinheiten enstehen in der Großsiedlung Gropiusstadt. VISUALISIERUNG: S & P Sahlmann
Rank, schlank, zweiflügelig: 151 neue Wohneinheiten enstehen in der Großsiedlung Gropiusstadt. VISUALISIERUNG: S & P Sahlmann

Durch den Bau des Hochhauses am Friedrich-Kayßler-Weg kann vorerst auf die Bebauung dreier weiterer Potentialflächen verzichtet werden. Die Gropiusstadt liegt im südlichen Teil des Bezirks Neukölln und ist dicht besiedelt. Hier leben rund 37.600 Menschen, das ist mehr als in vielen mittelgroßen Städten Deutschlands. Die degewo vermietet hier bereits 5.000 Wohnungen. Das neue Wohnhochhaus ist ein Baustein dazu, um mehr Urbanität zu schaffen.

Kluge Weiterentwicklung der Gropiusstadt

Das landeseigene Wohnungsunternehmen möchte zudem bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Hälfte der Wohnungen wird mietpreis- und belegungsgebunden sein. Im Haus wird es außerdem zwei WG-geeignete Wohnungen für betreutes Wohnen, ein breites Serviceangebot und einen Gemeinschaftsraum geben. Dieser wird auf Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner geschaffen und auch den Nachbarn zur Verfügung stehen.

Seit 2009 modernisiert die degewo ihre Bestände energetisch.  Mithilfe eines Masterplans werden Gewerbeflächen neu geordnet. Frühere Fehler des Städtebaus sollen ausgeglichen werden. degewo-Vorstand Sandra Wehrmann: "Mit dem neuen Hochhaus fügen sich bezahlbare Wohnungen in einem attraktiven Haus mit einem guten Mix unterschiedlichster Wohnungsgrößen zu einem vertikalen Dorf."

Stellplätze für PKW entstehen zwar nicht direkt am Haus. Dafür baut degewo bis Ende 2022 in direkter Nähe, neben dem Einkaufscenter Wutzky am Joachim-Gottschalk-Weg ein Parkhaus mit 190 Parkmöglichkeiten.

Der Entwurf für das neue Wohnhochhaus stammt vom Büro S & P Sahlmann, Potsdam.

Bis 2023 schafft die degewo im Berliner Bezirk Neukölln weitere 700 neue Mietwohnungen, davon die Hälfte als geförderter Wohnraum.

Quelle: degewo

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