Zwei kommunale Unternehmen fusionieren

Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald wächst auf 5.200 Wohnungen

Die in Lübbenau beheimatete WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald hat mit der Wohnbaugesellschaft des Nachbarortes Vetschau fusioniert. Die neue Gesellschaft verfügt über 5.200 Wohnungen.

Dieses Wohnhaus in der Heinrich-Heine-Straße in Vetschau wird die WIS als erstes sanieren. Foto: WIS
Dieses Wohnhaus in der Heinrich-Heine-Straße in Vetschau wird die WIS als erstes sanieren. Foto: WIS

„Der Verschmelzungsvertrag ist unterschrieben“, freut sich Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH, der damit auch Geschäftsführer der Wohnbaugesellschaft Vetschau mbH & Co KG (WGV) ist. „Der Antrag zur Eintragung ins Handelsregister ist ebenfalls gestellt.“ Mit der offiziellen Registrierung seien beide Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2023 eins – unter der Firmierung WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH.

Vorbereitungen für die Fusion liefen seit Monaten

Zur Vorbereitung der Firmenverschmelzung wurden im letzten Jahr zahlreiche Aufgaben erledigt, unter anderem wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Prüfungen. Die Ergebnisse seien in allen involvierten Gremien, wie Aufsichtsräte, Gemeindevertretungen und Stadtverordnetensitzungen präsentiert sowie entsprechende weiterführende Beschlüsse gefasst worden. Ende letzten Jahres begann die operative und technische Zusammenführung beider Unternehmen. Sämtliche Software, beispielsweise Wohnungswirtschaftssysteme, Dokumentensysteme und Telefonanlagen müssen zusammengeführt werden.

„Zunächst müssen wir vieles parallel laufen lassen, was für die beteiligten Mitarbeiter der WIS und der Noch-WGV sehr viel Aufwand bedeutet“, sagt WIS-Prokuristin Diana Krüger. „Wir sind dankbar, dass sich alle so engagieren, um das Projekt Fusion umzusetzen. Nachdem alle Wohnungseinheiten der WGV in die gemeinsame WIS übergegangen sind, wird es sicherlich wieder etwas ruhiger“, erklärt Michael Jakobs.

Auch als Investor sei die WIS bereits seit mehreren Monaten in Vetschau aktiv – neben den laufenden und neuen Projekten in Lübbenau. Die bereits durch die WGV begonnenen Sanierungsmaßnahmen in der Heinrich-Heine-Straße sollen als erstes zu Ende geführt werden. Das Wohnhaus umfasst vier Aufgänge in fünf Etagen mit insgesamt 40 Wohneinheiten. Drei Wohneinheiten gehören zur Tagespflege, die vom ASB betrieben wird. In diesem Bereich sind die Umbaumaßnahmen bereits abgeschlossen.

Nach der Fusion sind 5.200 Wohnungen zu bewirtschaften

„Insgesamt planen wir gerade die Modernisierung von 37 Wohnungen“, erzählt die Projekt-Verantwortliche der WIS Ines Perka. Sie kam im letzten Jahr als Verstärkung der Abteilung Investition ins Unternehmen, damit die zukünftig rund 5.200 Wohneinheiten umfassende WIS die vielen baulichen Projektmaßnahmen stemmen kann.

 Acht Wohneinheiten im besagten Wohnhaus der Heine-Straße sollen zukünftig barrierefrei sein, das heißt schwellenlos und mit ausreichenden Bewegungsflächen in den Wohnungen. 24 der 37 Wohnungen stehen aktuell leer. Dort sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Die Leerwohnungen haben den Baustand von 1968. Hier sei dringend eine Strangsanierung nötig. Sämtliche Heizung- und Sanitärleitungen im müssen erneuert werden.

 Neben den acht barrierefreien Wohnungen sollen die restlichen 29 Wohnungen altersgerecht umgebaut werden – mit möglichst wenig Schwellen und Hindernissen. Ein Aufzug, verbunden mit Laubengängen in den Etagen 1 – 4 steht dafür bereits zur Verfügung.

„Aktiver Städtebau macht Lübbenau wieder attraktiv“

Geschäftsführer Michael Jakobs betont, wie sehr sich engagierter Wohnungs- und Städtebau auszahle in einer Region, die durch Abwanderung und Deindustriealisierung geprägt ist. Dank eines aktiven Stadtumbaus in den letzten 20 Jahren zeige sich die Lübbenauer Neustadt mittlerweile wieder von ihrer attraktiven Seite – mit vielfältigen Wohnangeboten für verschiedenste Zielgruppen und einem vorzeigbaren, ansprechendem Wohnumfeld. Eine Leerstandreduzierung von ursprünglich rund 25 Prozent auf heute etwa zwei Prozent belege, dass sich Lübbenau nach dem Einbruch durch die Schließungen von Kraft- und Braunkohlewerk und den dadurch bedingten großen Abwanderungen wieder zu einem lebens- und liebenswerten Wohnort entwickelt habe. (Red.)

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