Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine

Wohnungswirtschaft startet Spendenaktion für Geflüchtete

Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft hat eine bundesweite Spendenaktion mit der Plattform „Aktion Deutschland Hilft“ für geflüchtete Menschen aus der Ukraine gestartet. Die Aktion wird vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. gemeinsam mit seinen Regionalverbänden in ganz Deutschland getragen.  

Putins Vernichtungskrieg trifft mit unbarmherziger Härte auch Wohnquartiere wie hier in Kiew. Foto: picture alliance/EPA/ROMAN PILIPEY
Putins Vernichtungskrieg trifft mit unbarmherziger Härte auch Wohnquartiere wie hier in Kiew. Foto: picture alliance/EPA/ROMAN PILIPEY

Eine zentrale Online-Anlaufstelle mit Infos zur Unterbringung und Hilfsangeboten in ganz Deutschland finden Geflüchtete in ukrainischer Sprache sowie Unterstützerinnen und Unterstützer auch in deutscher Sprache unter www.gdw.de/wohnungswirtschaft-hilft-ukraine

„Der Krieg in der Ukraine hält unvermindert an. Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer werden auch in den kommenden Wochen aus ihrer Heimat nach Westen flüchten müssen. Die sozial orientierten Wohnungsunternehmen unterstützen die notleidenden Menschen vielerorts in ganz Deutschland nicht nur mit sicheren Unterkünften, sondern auch mithilfe einer großen bundesweiten Spendenaktion“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Sehr große Hilfsbereitschaft bei Unterbringung und Erstversorgung

Alle, die spenden möchten, können das unter diesem Link tun. Die Hilfsorganisation Aktion Deutschland Hilft ist in diesen Tagen unermüdlich im Einsatz, um den Menschen zu helfen, die ihre Wohnung und ihr Zuhause durch den Krieg in der Ukraine verloren haben. Die Aktion stellt sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie jetzt am Nötigsten ist.

„Die Menschen aus der Ukraine haben unsere volle Solidarität und brauchen jetzt Unterstützung, um angesichts der derzeit aussichtslos erscheinenden Situation in der Heimat zumindest in Deutschland in einer sicheren Umgebung leben zu können. Mit unserer Spendenaktion möchten wir die bundesweit sehr große Hilfsbereitschaft bei Unterbringungs- und Betreuungsangeboten weiter stärken“, so Gedaschko. 

Angebote und Kontaktadressen können per E-Mail an ukrainehilfe@gdw.de gesendet werden.

Eine Übersicht über Initiativen der Wohnungswirtschaft, der Regionalverbände im GdW und der sozial orientierten Wohnungsunternehmen finden Sie auch hier.

Immobilienwirtschaft rechnet mit bis zu 1,29 Millionen Menschen aus der Ukraine

Die deutsche Immobilienwirtschaft rechnet im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine mit bis zu 1,29 Millionen Flüchtenden und einem kurzfristigen Bedarf an 500.000 zusätzlichen Wohnungen. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Forschungsinstituts empirica im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Ausgehend von drei Szenarien beliefe sich die Zahl der Flüchtenden demnach auf mindestens 310.000, was 120.000 zusätzlich benötigten Wohnungen entspreche. Im mittleren Szenario müsse sich Deutschland auf etwa 810.000 Flüchtende und einen Bedarf an 310.000 Wohnungen einstellen. Knapp die Hälfte der Wohnungsnachfrage müsse durch Neubau gedeckt werden.

Laut empirica verfügen die Flüchtenden aus der Ukraine über ein vergleichsweise hohes Bildungsniveau und zugleich über eine hohe Frauenerwerbsquote. Das führt zu der Annahme, dass die Arbeitsmarktintegration vergleichsweise zügig voranschreite. Vor dem Hintergrund des hiesigen Fachkräftemangels und der schnellen Vergabe von Arbeitserlaubnissen würden sich viele geflüchtete Menschen auf die Suche nach einer Wohnung begeben – oftmals dorthin, wo bereits Wohnungsknappheit vorherrscht und die Lage auf dem Immobilienmarkt ohnehin angespannt ist.

Angesichts dieser dramatischen Zahlen hat der ZIA seine Forderung an den Bundeskanzler bekräftigt, einen Flüchtlingsgipfel zur Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten einzuberufen – unter Beteiligung des Bundes, der Länder und Gemeinden sowie der Wirtschaft und Hilfsorganisationen. (Red.)

weiterlesen:
Diese Wohnungsunternehmen stellen bereits Wohnungen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung

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