Wärmedämmung und CO₂-Einsparung

Rechnet sich die Investition in ein WDV-System für Umwelt und Klima?

14.03.2019

Dass eine Wärmedämmung den Verlust von Wärme reduziert, Heizenergie einspart und damit entscheidend dazu beiträgt, CO₂-Emissionen zu verringern, ist bekannt. Doch wie schnell rechnet sich die Investition in ein WDV-System für die Umwelt und das Klima? Auf diese Frage will der Brillux CO₂-Amortisationsrechner eine Antwort liefern.

Wie gut ist das Haus bereits gedämmt? Erst messen, dann Effektivität von Wärmeverbundsystemen ausrechnen, dann sanieren. FOTO: AdobeStock/ Hamik

Das kostenlose Tool zeigt auf, ab wann die CO₂-Bilanz eines WDV-Systems positiv ist. So können sanierungswillige Immobilienverwalter sich im Vorfeld zum Thema Wärmedämmung informieren.

Wie gut ist das Haus bereits gedämmt?

Einflussfaktor Haus und U-Wert: Darüber wie gut das Haus bereits gedämmz ist, gibt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) Aufschluss. Er ist das Maß für den Wärmestrom durch die Wand bezogen auf die Temperaturdifferenz zwischen dem Innenraum und der Außenluft. Je größer der Wert, desto schlechter ist das Haus gedämmt. Wenn der U-Wert des zu betrachtenden Hauses bekannt ist, wird er über den Schiebe-Regler des CO₂-Amortisationsrechners einfach ausgewählt. Wer den U-Wert der Außenwand nicht kennt, wählt alternativ das Zeitfenster aus, in dem das Haus gebaut wurde.

Einflussfaktor Heizung und Art des Brennstoffs

Auch die Effektivität der Heizungsanlage und die Art des Brennstoffs spielen für die Berechnung der CO₂-Einsparung sowie der CO₂-Amortisationszeit eine wichtige Rolle. Wenn der Jahresnutzungsgrad der Heizung bekannt ist, kann der Wert direkt in den CO₂-Amortisationsrechner eingegeben werden. Ist der Wirkungsgrad der Heizungsanlage unbekannt, wird der Jahresnutzungsgrad über die Auswahl des Brennstoffs, der Art der Heizung, des Baujahres der Heizung sowie die Angabe, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus handelt, annäherungsweise berechnet.

Einflussfaktor WDV-System

Im nächsten Schritt sind die wichtigsten Komponenten des Wärmedämm-Verbundsystems zu bestimmen. Sowohl für die WDV-Systeme als auch für die Kleber, Putzsysteme, Armierung und Dämmplatten wurden auf Basis der von Brillux erstellten Umweltproduktdeklarationen (EPD) sämtliche Lebensphasen bis auf die Transporte zum Kunden, die Bauphase und den Rückbau berücksichtigt. Nachdem alle Komponenten des WDV-Systems ausgewählt sind, gilt es, die Dämmstoffdicke zu bestimmen. Der zu erwartende U-Wert wird als Ergebnis direkt angezeigt.

Faktor Größe der zu dämmenden Fassadenfläche

Im letzten Schritt wird die Größe der zu dämmenden Fassadenfläche erfasst. Der CO₂-Amortisationsrechner berechnet nun die CO₂-Einsparung, indem die durch nicht aufgewendete Heizenergie eingesparten CO₂-Emissionen mit den CO₂-Emissionen, die durch die eingesetzten Produkte entstehen, verrechnet werden. Gleichzeitig wird die CO₂-Amortisationszeit angezeigt – sprich die Zeitdauer, bis die CO₂-Last der verwendeten Produkte durch die CO₂-Einsparung ausgeglichen wird. Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung: Das Tool zeigt an, wie viele Kilometer man mit einem Pkw für die errechnete Einsparung fahren könnte.

>> Der Brillux CO2-Amortisationsrechner - Damit können Sie rechnen!
>> Hintergrundinformationen CO2-Amortisationsrechner (PDF)

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