Schlichte Nachkriegssiedlung wird klimafreundliches Vorreiterprojekt
Mehr als nur energieeffizientes Bauen
Bei der Umgestaltung der Adolf-Miersch-Siedlung ging es der Nassauischen Heimstätte nicht nur um eine energieeffiziente Bauweise. Auch die Qualität des öffentlichen Raums, das ausgewogene Verhältnis von freien und versiegelten Flächen sowie die Vielfalt der sozialen Aspekte im Viertel wurden berücksichtigt. So wurde beispielsweise das Urban-Gardening-Projekt „Essbare Siedlung“ umgesetzt und Kräutergärten, Beete und Sträucher für die Mieter angelegt.
Im Projekt „Cubity“ testen zwölf Studierende innovative, energieeffiziente Wohnkonzepte. Dazu wurde eine 250 Quadratmeter große Halle, konzipiert von der TU Darmstadt, aus nachwachsenden Rohstoffen und mit einer Polycarbonat-Fassade aufgebaut. Nach dem Haus-im-Haus-Prinzip sind darin sechs zweigeschossige Wohn-Module angeordnet. Zudem wurden in der Siedlung Alltagshilfen für ältere Bewohnerinnen und Bewohner und günstige Carsharing-Angebote eingeführt. Als sichtbares Zeichen gegen Rassismus und für Integration ist ein riesiges Wandbild des ehemaligen Eintracht Frankfurt-Spielers Anthony Yeboah an einer Hausfassade weithin sichtbar.
DGNB achtet auf ganzheitliche Ökobilanz
Die Bewertung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) basiert nicht nur auf ökologischen Aspekten, sondern auf einer ganzheitlichen Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder Stadtquartiers. Die Prüfkriterien umfassen zahlreiche ökonomische, ökologische, soziokulturelle und technische Punkte sowie Prozessqualitäten. Im Vorfeld der Zertifizierung der Adolf-Miersch-Siedlung waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nassauischen Heimstätte zu DGNB-Consultants ausgebildet worden. Sie wiesen zunächst die Erfüllung der DGNB-Kriterien nach, bevor diese durch einen DGNB-unabhängigen Auditor überprüft wurden.
25 Wohnungen wurden als Kopfbauten im Passivhaus-Standard im Neubau ergänzt. Heute leben die Mieterinnen und Mieter in modernen und energieeffizienten Gebäuden und einem ansprechenden Wohnumfeld. Insgesamt hat der Konzern 26 Millionen Euro investiert.
Weiterführende Links:
www.naheimst.de











