Nassauische Heimstätte | Wohnstadt modernisiert 280 Wohnungen in Fulda

Das Quartier Ziehers-Nord wurde seit 2009 nach und nach aufgehübscht. Das Wohnungsunternehmen hat mehr als 19 Millionen Euro investiert in der Bonhoefferstraße, der Elisabeth-von-Thadden-Straße, der Joosstraße und der von-Galen-Straße.

„Dankbarkeit macht das Leben erst reich“: Dieses Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer ziert eine Fassade in Ziehers-Nord. Foto: NHW / Andreas Fischer
„Dankbarkeit macht das Leben erst reich“: Dieses Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer ziert eine Fassade in Ziehers-Nord. Foto: NHW / Andreas Fischer

Seit 2009 wurde modernisiert - eine große Herausforderung

Die Gebäude wurden durch bauliche Maßnahmen rundum energetisch ertüchtigt. Diese energetischen Maßnahmen sind wesentlicher Bestandteil für die Steigerung der Energieeffizienz und damit ein Baustein für die Verringerung des CO2-Ausstoßes. Für die Mieterinnen und Mieter geht mit der Gebäudemodernisierung einerseits ein deutlich höhere Wohnkomfort einher, andererseits können sie durch die Effizienzsteigerungen zukünftig auch Heizkosten reduzieren und damit bares Geld sparen, teilte die Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit.

Alle Gebäude wurden für die energetische Erneuerung mit neuen Fenstern ausgestattet

...und die Außenfassaden sowie der Dachboden und die Kellerdecken wurden gedämmt. Im selben Arbeitsschritt wurde auch die Dacheindeckung erneuert. Für die Wärmeerzeugung bleibt weiterhin der Fernwärmeanschluss zuständig, die Wärmeübergabestation vom Straßennetz ins Haus wurde auf den technisch neusten Stand gebracht. Ein Pluspunkt für die Sicherheit der Bewohner wird über die neuen Brand- und Rauchschutztüren für den Zugang zu Dachgeschoss und Keller geschaffen.

Mit der Erneuerung der Gebäude sind alle Wohnungen mit einer neuen Lüftungsanlage ausgestattet worden, dazu mit Wohnungseingangstüren mit besserem Schall-, Brand- und Einbruchsschutz. In den Bädern wurden die Sanitärkeramik sowie die zugehörigen Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Durch eine Grundrissänderung konnten die Bäder aus den 60er Jahren vergrößert und an heutige Anforderungen angepasst werden; Schlaf- und Kinderzimmer sowie Küche haben neue Heizkörper bekommen, alle Aufenthaltsräume wurden für eine ungestörte Homeoffice-Tauglichkeit mit einem Netzwerk- und einem Breitbandkabelanschluss ausgestattet. Im Flur wurden ein neuer Elektro-Sicherungskasten und ein Multimediaverteiler installiert. Die vorhandenen Loggien wurden saniert und sind mit einen neuen Estrich inklusive Beschichtung und einem neuen Geländer wieder bereit fürs Sonnenbaden.

Sozial verträgliche Mieterhöhungen

Die Arbeiten innerhalb der Wohnungen wurden im bewohnten Bestand durchgeführt. Lediglich in der .Corona-Zeit wurden zur Einhaltung der Abstandsregeln vermehrt Mietende in Ersatzwohnungen untergebracht. Die Umzüge waren für die Mieterinnen und Mieter natürlich kostenfrei, Umzüge sowie Umzugsgebühren hat die NHW übernommen. Die Mieterhöhungen nach Abschluss der Arbeiten fallen moderat aus und bewegen sich in einem sozial verträglichen Rahmen. Selbstverständlich wurde bei der Berechnung nur der mietwirksame Kostenanteil umgelegt. Darüber hinaus gab es Gutschriften von einer Monatsmiete sowie eine Reinigungspauschale für alle Mieterinnen und Mieter.

Besonderheit: Fassadengemälde in der Bonhoeffer-Straße 12

Die sonst schmucklose Giebelseite des Gebäudes wurde mit dem Profil und einem Zitat des im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiven Theologen Dietrich Bonhoeffer versehen. Die Worte „Dankbarkeit macht das Leben erst reich“ sollen zum Nachdenken anregen. Ziel der Aufwertung ist es, über das Fassadengemälde eine Verbundenheit zu schaffen.

Quelle: Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft

 

Martina Eisinger

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