Digitalforum von BFW und IVV

Start me up! Deutscher Immobilien Kongress brachte Projektentwickler und digitale Gründer zusammen

01.04.2019

„Start me up!“ Unter diesem Motto fand erstmals ein Digitalforum auf dem Deutschen Immobilien Kongress des BFW in Berlin statt. Für die Vorbereitung und Durchführung des Forums hat sich der Verband die IVV-Redaktion als Partner auserkoren.

Gruppen mit sechs Männern und  einer Frau in einer Reihe nebeneinander aufgestellt
Gruppenbild mit Gründern auf dem Digitalforum. Foto: BFW

Personen auf unserem Foto (v.li.):

Benjamin Günther (Alasco), Frank Lax (Casavi), Nessim Djerboua (EverReal), Sander van de Rijdt (PlanRadar), Lena Kipp (TechEstate),Nicolas Jacobi (Immomio), Thomas Engelbrecht (IVV-Chefredakteur).

 

 

Den digitalen Wandel seiner mittelständischen Mitgliedsunternehmen voranzubringen, zählt zu den dringenden Anliegen des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Die große Mehrheit der Mitgliedsunternehmen, die nach Verbandsangaben immerhin 50 Prozent des Wohnungsneubaus und 30 Prozent der Gewerbeimmobilienbaus verantworten, stecke fest in einem „Digitalisierungsparadoxon“. Die Mitglieder wüssten einerseits, dass der digitale Wandel auf die Branche zurolle, andererseits verfügten nur wenige Projektentwickler über eine eigene Strategie für die digitale Transformation. Abwarten sei vielfach das Motto. Viele Unternehmen versäumten es, in Software und Personal zu investieren. Dieses Paradoxon aufzulösen ist die Idee, die hinter dem ersten Digitalisierungsforum steckt, das der BFW und die IVV-Redaktion gemeinsam organisierten.

Eingeladen waren ein Dutzend Gründungsunternehmer aus der Digitalwirtschaft, die ihre digitalen Tools auf einer Bühne in Kurzvorträgen, sogenannten Pitches, vorstellen konnten. Moderiert wurden die Pitches von IVV-Chefredakteur Thomas Engelbrecht. Vor nach den Bühnenpräsentationen von jeweils vier Minuten hatten Kongressteilnehmer die Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen mit den Start ups.

Der BFW und die IVV hatten die Begriff „Start up“ in der Vorbereitung des Forums bewusst weit gespannt, um auch etablierte Markenhersteller, die inzwischen digitale Produkte entwickelt haben, auf die Bühne holen zu können. Und so sah die Liste der Pitcher aus:

Lena Kipp, Tech Estate GmbH:

Mit Hilfe der Augmented-Reality-Technik und einer App für Smartphone und Tablet werden Immobilienprojekte schon in der Planungsphase in 3-D-Welten erlebbar. An der Gründung der Tech Estate GmbH ist die Dornieden Gruppe als etablierter Projektentwickler beteiligt. Die App zur Visualisierung von geplanten Immobilienprojekten wird inzwischen an Dritte verkauft.

Benjamin Günther, Geschäftsführer Alasco GmbH:

Das Unternehmen verspricht effektives digitales Kostenmanagement für Bau- und Immobilienprojekte – die Kombination aus moderner Software und digitalen Workflows.

Sander van de Rijdt, Geschäftsführer PlanRadar:

Das junge Unternehmen will überzeugen mit einer Software für die Baudokumentation sowie das Mängel- und Aufgabenmanagement in Bau- und Immobilienprojekten.

Frank Lax, Verkaufsmanager bei Casavi:

Casavi steht für eine Service- und Kommunikationsplattform, die viele Arbeitsprozesse in der Miet- und WEG-Verwaltung zusammenführt und die Kommunikation zwischen Verwaltung, Wohnungsnutzer und Dienstleistern organisiert.

Daniel Nuding, Leiter Vertriebsaußendienst bei Renz:

Renz ist ein traditioneller Hersteller von Brief- und Paketkastenanlagen und hat mit „myRenzbox“ eine digitale Übergabeplattform für Pakete entwickelt. Sie vernetzt Zustelldienste, Hausverwaltung und Bewohner miteinander und ermöglicht via digitale Berechtigung rund um die Uhr das Öffnen und Schließen der Paketboxen.

Marlene Uhrig, Head of Commercial digital Products bei Schindler:

Mit dem neuen „Ahead Blackboard“ bringt Schindler in diesen Tagen ein digitales schwarzes Brett für den Hausflur auf den Markt. Sämtliche Mitteilungen an eine Hausgemeinschaft können Verwalter vom PC aus veröffentlichen.

Dr. Thomas Götzen, Geschäftsführer Interboden, über Animus:

Animus – Lateinisch für die Seele – ist der Name für ein soziales Quartiersnetzwerk, das der Projektentwickler programmiert hat. Die Plattform will die soziale Interaktion zwischen den Bewohnern eines Quartiers fördern.

Nessim Djerboua, Geschäftsführer EverReal GmbH:

EverReal hat eine „All-in-one“-Immobilienplattform geschaffen. Egal ob Wohnen oder Gewerbe, Verkauf oder Vermietung – auf der Plattform lassen sich alle Transaktionen ausführen und integrieren.

Immomio, Geschäftsführer Nicolas Jacobi:

Diese digitale Vermietungsplattform sorgt für eine automatische Vorauswahl von Mietinteressenten und beschleunigt die Arbeitsschritte bis zur Unterzeichnung des Mietvertrags.

Rainer Schön, Business Development bei Overkiz:

Overkiz ist Erstausrüstungspartner verschiedener Markenhersteller von Hauseinrichtungen und Gebäudetechnik. Das Unternehmen bietet eine Funktechnik zur Vernetzung und Steuerung haustechnischer Komponenten und Geräte. Overkiz ist eine Gründung von Somfy, etablierter Hersteller von Rollladen-Antrieben.

Carl-Friedrich von Stechow, Geschäftsführer von Zinsland

Eine Online-Plattform für die Finanzierung von Immobilienprojekten über das Crowdinvesting. Die Plattform vermittelt überwiegend private Kapitalgeber an Bauträger und Projektentwickler, die so eine Mischfinanzierung ihrer Investitionen realisieren können.

Suchbegriffe: Deutscher Immobilien KongressDigitalforumDigitalisierungPropTechStart-ups

Weitere Artikel

                                                                                                                                                               

In der aktuellen IVV lesen Sie:

Online-Eigentümerversammlung – darf man das?
Mietendeckel: Berlin verbietet Mieterhöhungen für fünf Jahre